„Er ist einer der nettesten Menschen
überhaupt …“ sagen Serviceleute, Teamkollegen und sogar Konkurrenten wie
Felix Neureuther und heute ist dieser nette Mensch zum Weltmeister
geworden: Manfred Pranger behält die Nerven und fährt zur für Österreich
so wichtigen Goldmedaille.
Manfred Pranger: „Ich hab es mir schon
zwei Mal vorgesagt - es ist so unglaublich. Ich hab immer davon
geträumt. Hab mir immer gedacht: Wenn ich nur mal Weltmeister werden
könnte. Ich hab gesehen, dass die anderen vor mir rausgeflogen sind. Ich
hab mir gedacht: Hauptsache eine Medaille. Ich fahr nur ins Ziel, habe
nichts riskiert. Dass es noch gereicht hat, ist unglaublich.“ beschreibt
der neue Weltmeister seine Gefühle.
Der Vizeweltmeister ist ein Franzose
und versetzt das Publikum in Begeisterungsstürme: Julien Lizeroux
zaubert als vierter des ersten Durchganges einen Traumlauf in die
ruppige Piste und zieht damit vielleicht seinen Mitkonkurrenten die
Nerven: er schwingt im Ziel mit über einer Sekunde Vorsprung ab und
gleich nach ihm fallen Topfavorit Grange und der Überraschungszweite
Johan Brolenius aus. Nur Pranger kann Lizeroux noch 31 Hundertstel
abnehmen
Julien Lizeroux: „Es war am Start
verrückt. Du siehst die ganzen Leute, die für dich schreien. Ich war im
Ziel über eine Sekunde vorne. Manfred war heute aber noch stärker als
ich - er hat es sich verdient, er hatte so ein schweres Jahr. Ich mag
diesen Sport, ich mag diese Anspannung. Ich hab meines Bestes gegeben“
Der glückliche Bronzemedaillengewinner
heißt somit überraschend Michael Janyk aus Kanada. „Es war nur eine
Frage der Zeit, dass wir eine Medaille haben. Wir haben ein starkes
Team. Nach dem Gold von Johnny haben wir gewusst, wir können es
schaffen. Kanada ist ein kleines Land, was das Ski fahren betrifft. Aber
wir haben gewusst, hier können wir etwas erreichen.“
Zufrieden mit Blech, sportlich höchst
fair und sehr sympathisch auf Platz 4 Felix Neureuther. Er zeigt endlich
wieder einmal sein großes Talent und fährt sich mit einem „lockeren
Lauf“ von Platz 14 noch fast in die Medaillenränge. Es fehlen nur 19
Hundertstel auf Bronze. Dennoch sagt Neureuther „Ich hätte mir heute
keine Medaille verdient. Aber ich habe im zweiten Lauf gesehen, dass ich
um den Sieg mitfahren könnte. Ich freu mich total mit den
Medaillengewinnern. Der Manni, das ist einer der Nettesten überhaupt,
auch wenn er am Start so seine Mätzchen macht …“. Und „die“ WM für Felix
kommt erst: in zwei Jahren seine Heimspiele in Garmisch-Partenkirchen!
Auf den weiteren Plätzen, mit über 2
Sekunden Rückstand aber ohne Medaillenchancen:
5. Mattias Hargin (SWE), 6. Steve Missillier (FRA), 7. Patrick Thaler (ITA),
8. Krystof Kryzl (SLO), 9. Urs Imboden (MOL), 10. Jimmy Cochran (USA)
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Egger
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Der Österreicher Manfred Pranger führt
beim Slalom in Val D´Isere mit einer Zeit von 52,49 Sekunden. Pranger
kommt als einziger Österreicher mit dem vom ÖSV-Trainer Höflehner
gesteckten, schwierigen Kurs und der eisigen Piste zurecht. „Mit dem
Ergebnis war ich happy - mit dem Lauf nicht. Ich hab mich nicht so wohl
gefühlt - aber es war scheinbar dennoch gut. Es war unterschiedlich -
oben griffig, dann glatt. Da muss man sich darauf einstellen. Mit dem
Ergebnis nach dem 1. Lauf bin ich zufrieden.“ so Pranger.
Nur 4 Hundertstel zurück liegt
überraschend Johann Brolenius aus Schweden. In idealer Angriffsposition
dahinter die Lokalmatadoren Jean-Baptiste Grange (+0,27) auf Platz 3 und
Julien Lizeroux (+0,49) auf Platz 4.
Vor dem fünften Ted Ligety aus Amerika
dann ein größerer Zeitsprung – er liegt schon 0,94 Sekunden zurück und
nur 3 Hundertstel hinter ihm lauert mit Manfred Mölgg der beste
Italiener.
Danach wieder ein Zeitsprung von einer
halben Sekunde zum 7. Benjamin Raich (AUT, +1,51). „Ich hab nicht so das
lockere Fahren gefunden, war ein bisserl verkrampft. Es ist sehr eisig,
es wäre schon gut zu fahren. Man muss halt gut draufstehen, dass ist das
Um und Auf.“
Einen kontrollierten Lauf liefert
heute Jens Byggmark und landet mit 1,87 Sekunden Rückstand auf Platz 8.
Nur eine Hundertstel dahinter hervorragend platziert ex aequo der
Kanadier Michael Janyk und der Slowene Krystof Kryzl.
Nach einem Steher im obersten Teil
schafft Felix Neureuther noch den ansprechenden 13. Platz.
Der erste Durchgang ist geprägt von
sehr vielen Ausfällen. Nicht nur Giorgio Rocca muss schon nach wenigen
Toren seine Medaillenhoffnungen begraben – auch das starke ÖSV-Quintett
ist schon auf 2 Hoffnungen geschrumpft. Herbst scheidet kurz nach dem
Start aus, Hirscher kurz vor dem Ziel und Mario Matt gibt nach der
ersten Zwischenzeit auf, weil er nach eigenen Angaben „nur
herumgerutscht“ ist. Die Kurssetzung und die Pistenbeschaffenheit machen
diesen heutigen Slalom wahrscheinlich zum schwierigsten der Saison.
Eigentlich ist auf so einer Piste kein
Überraschungssieger möglich und die besten 4 aus dem ersten Durchgang
sollten sich Gold unter sich ausmachen. „Sollten“. Den gerade beim
WM-Slalom ist das Konzept mehr als sonst „Alles oder Nichts“ und genau
dieses Konzept führt dazu, dass es noch mehr Ausfälle gibt als sonst.
Und von den Ausfällen der Favoriten könnte der eine oder andere
Außenseiter profitieren.
Im Gegensatz zur Startliste bieten die
Top Ten nach dem ersten Durchgang ein buntes Nationengemisch und die
Spannung vor dem Finale ist groß!
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Austria: C.
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Das letzte
Rennen - Slalom der Herren in Garmisch-Partenkirchen
Mölgg vor Rocca
– italienischer
Slalomdoppelsieg
in Garmisch
Partenkirchen
Italien jubelt über einen Doppelsieg
beim Slalom in Garmisch Partenkirchen. Manfred Mölgg und Giorgio Rocca
haben es im zweiten Durchgang geschafft die Dominatoren der letzten
Rennen Reinfried Herbst und Manfred Pranger (AUT) auf die Plätze drei
und vier zu verweisen.
Manfred Mölgg fuhr mit 1:46,77 zu
seinem 2. Weltcupsieg. Nach einigen Abstimmungsschwierigkeiten durch den
Materialwechsel heuer noch nie auf dem Podest, schaffte er es heute
gleich ganz nach oben: „Ich bin sehr froh, es läuft jetzt wieder sehr
gut. Ich hatte zu Beginn nach dem Materialwechsel ein paar Probleme,
nach der guten Saison letztes Jahr war es nicht leicht. Aber ich hab
schon zuletzt in Schladming gesehen, dass die Form passt.“
Auch Giorgio Rocca ist natürlich mit
seinem zweiten Rang sehr zufrieden. Er brauchte nach seiner Verletzung
sehr lange, um wieder zu den Spitzeläufern zu gehören, aber jetzt hat er
es endlich geschafft. 29 Hundertstel Rückstand bescherten ihm den
zweiten Platz auf dem Siegertreppchen.
Reinfried Herbst kam im zweiten
Durchgang nicht so auf Zug wie die beiden Italiener. Er war dennoch
zufrieden über seine Platzierung und hofft bei der WM wieder ganz oben
stehen zu können.
„Ich hatte im 2. Durchgang das eine oder andere Problem und mit der
Rücklage zu kämpfen gehabt. Aber ich bin trotzdem froh. Es war ein
tadelloses Rennen. Ich hab eher im ersten Lauf Reserven gesehen, als im
zweiten Durchgang. Aber es soll Schlimmeres geben, ich bin Dritter. Es
kann nicht immer so gehen, man muss schon sagen, dass ein dritter Rang
gut ist. Die zwei sind heute wirklich gut gefahren, da muss man
gratulieren.“
Den vierten Rang teilten sich der
Franzose Jean Baptiste Grange und der Österreicher Manfred Pranger. Die
beiden lagen 83 Hundertstel hinter Mölgg. Pranger war mit seinem vierten
Rang zufrieden: „Ich wollte unten nochmals alles riskieren, bin aber
zwei Mal zu früh auf den Innenski gegangen und hab da noch viel Zeit
verloren. Die letzten Rennen sind aber super gelaufen für mich und ich
bin auch mit dem vierten Rang zufrieden.“
Bode Miller (USA) kam auch im zweiten
Durchgang ins Ziel und belegte mit 86 Hundertstel Rückstand den guten
sechsten Rang. Eine bessere Platzierung verlor er wiederum im unteren
Teil der Strecke.
Julien Lizeroux (FRA) erreichte den siebenten Rang, sein Rückstand
betrug 1,08 Sekunden auf die Siegerzeit.
Mit Laufbestzeit im 2. Lauf (52,14)
verbesserte sich der Italiener Giuliano Razzoli (+1,30) vom 14. auf den
achten Rang, knapp vor Mario Matt (AUT +1,43) auf dem neunten und dem
Schweden Mattias Hargin (SWE +1,56) auf dem zehnten Platz.
Die Rennläufer haben nun alles getan,
um sich für den WM-Slalom in zwei Wochen zu empfehlen. Nun sind die
Trainer an der Reihe ihre besten Läufer zu nominieren.
Stimmen zum Slalom der Herren
Felix Neureuther
"Ich habe in meinem Lauf einen Fehler
gemacht, bin hängengeblieben. Das ist sehr schade, denn ich habe mich
gut gefühlt und gerade beim Heimrennen wollte ich noch einmal
Selbstvertrauen für die WM tanken. Das Rennen hätte der richtige Auftakt
für einen guten Saisonabschluss sein sollen. Ich werde jetzt erstmal
Abstand gewinnen und mich voll auf die WM konzentrieren. Dort habe ich
nichts zu verlieren, ich kann nur gewinnen."
Reinfried Herbst
"Der eine oder andere Schwung im
zweiten Durchgang hat bi mir wegen zu viel Rückenlage nicht gepasst. Es
war ein schweres Rennen unter schwierigen Bedingungen. Aber ich habe
eine sehr gute Form, es passt alles. Ich bin Dritter - das ist ein super
Ergebnis."
Aus dem
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Austria: M.
Riedler
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1.
1.Manfred Mölgg
ITA 1:46,77
2. Giorgio Rocca
ITA 1:47,06
3. Reinfried
Herbst AUT
1:47,37
4. Manfred
Pranger AUT
1:47,60
. Jean-Baptiste
Grange FRA
1:47,60
6. Bode Miller
USA 1:47,63
7. Julien
Lizeroux FRA
1:47,85
8. Giuliano
Razzoli ITA
1:48,07
9. Mario Matt
AUT 1:48,20
10. Mattias
Hargin SWE
1:48,33
Stärkstes WM-Team aller Zeiten?
Fünf heiße Eisen in der letzten "Schlacht" um WM-Gold."
Alle fünf österreichischen Starter
haben das Zeug, Gold zu holen." ÖSV-Technik-Cheftrainer Christian
Höflehner hat vor dem WM-Slalom am Sonntag (10.00 und 13.30 Uhr, live in
ORF1) in Val d'Isere nicht lange um den heißen Brei herumgeredet.
Höflehner, der den ersten Durchgang
ausflaggen wird, weiß, wovon er spricht, schließlich schickt Österreich
mit Mario Matt, Benjamin Raich, Marcel Hirscher, Manfred Pranger und
Reinfried Herbst eines der stärksten WM-Teams aller Zeiten in die letzte
WM-Schlacht.
Die Chancen stehen also gut, dass die bisher deutlich unter den
Erwartungen gebliebenen ÖSV-Herren (Silber durch Raich im Riesentorlauf)
im WM-Finale ein großes Feuerwerk zünden.
Wie bei der WM 2005 in Bormio, als Raich vor Rainer Schönfelder (derzeit
verletzt) siegte. Oder wie bei Olympia 2006 in Sestriere, wo Raich vor
Herbst und Schönfelder triumphierte. Oder wie zuletzt bei der WM 2007 in
Aare, wo der Sieger Matt hieß.
Mario Matt: Der Tiroler kann am
Sonntag Skigeschichte schreiben und zum dritten Mal nach 2001 und 2007
Slalom-Weltmeister werden. Drei WM-Titel in ein und derselben Disziplin
schafften bis dato nur Ingemar Stenmark (Slalom), Kjetil-Andre Aamodt
(Kombination) und Marc Girardelli (Kombination). Warum sich Matt so gut
auf Großereignisse einstellen kann? "Weil ich ein Talent dafür habe, am
Punkt x meine Leistung zu bringen."
Dass es im laufenden Winter nicht so nach Wunsch läuft (Rang 16 im
Slalomweltcup), lässt den Flirscher gewohnt kalt. "Ich weiß, dass ich
sehr schnell sein kann. Ich bin nach Val d'Isere gekommen, um eine
Medaille zu holen." Matts größter Wunsch für Sonntag lautet daher: "Ich
möchte endlich meine Trainingsleistungen im Rennen umsetzen."
Reinfried Herbst: Nimmt man die
Formkurve der jüngsten Weltcup-Slaloms zur Hand, dann ist Herbst eine
absolute Medaillenbank und der heißeste Goldfavorit. "Ich bin in dieser
Saison schon oft auf dem Stockerl gestanden. Da ist es logisch, dass ich
bei der WM eine Medaille machen möchte. Aber darüber darf man nicht zu
viel nachdenken, so etwas ist nicht planbar und muss passieren", so der
Salzburger.
Fürs WM-Rennen packten Herbst und sein Servicemann Armin Marak ein ganz
besonderes Modell seiner Skifirma Blizzard ein, nämlich jenes "Geschoß",
mit dem er bei seinem Schladming-Triumph zweimal Laufbestzeit markiert
hatte.
Manfred Pranger: Der Plan
Prangers für seine erste Medaille bei einem Großereignis klingt recht
einfach: "Ich möchte mich aufs Skifahren konzentrieren und nichts
anderes machen als bei den letzten Weltcup-Rennen." Was kein Wunder ist,
denn der Tiroler fuhr im Jänner in Adelboden (2.), Wengen (1.),
Schladming (2.) und Garmisch (4.) gleich vier absolute Topergebnisse
ein.
Das einstige "Nerverl" scheint nach überstandenem Kreuzbandriss mental
stärker als je zuvor zu sein. Diese Stärke will Pranger nun auch am
Sonntag ausspielen. "Ein WM-Rennen ist nichts anderes als ein
Weltcup-Rennen. Nur mit dem Unterschied, dass die ersten drei eine
Medaille bekommen."
Benjamin Raich: Für den Tiroler
war es zwar zuletzt im Slalom nicht ganz rund gelaufen, die
Silbermedaille aus dem Riesentorlauf könnte Raich aber für Sonntag
Flügel verleihen. "Mit einer Medaille in der Tasche fährt es sich
natürlich leichter. Ich bin zuversichtlich, dass einiges möglich ist."
Dass Österreich mit einem wahren Dreamteam ins Rennen geht, weiß auch
der Pitztaler. "Unser Slalomteam ist extrem stark. Ich bin sehr stolz,
Teil dieser Mannschaft sein zu dürfen. Wir werden alles versuchen, um
Österreich würdig zu vertreten."
Marcel Hirscher: Ausgerechnet
das 19-jährige Teambaby Hirscher ist jener männliche ÖSV-Athlet, der die
längste Zeit im WM-Ort von Val d'Isere verbrachte. "Schon ein
Mörderprogramm für so einen kleinen Buam", meinte Hirscher, der sowohl
in der Super-Kombi (Ausfall im Slalom) als auch im Riesentorlauf (0,07
Sekunden hinter Bronze) eine große Chance auf eine Medaille vorgefunden
hat.
Nun könnte es in seiner absoluten Paradedisziplin Slalom klappen. Doch
Hirscher will davon nichts wissen. "Ich bin zuletzt im Slalom dreimal
hintereinander ausgefallen und fühle mich alles andere als sicher. Ich
bin ein krasser Außenseiter. Aber diese Rolle könnte mir liegen."
Der Österreicher Mario Matt darf zum zweiten Mal
nach 2001 über WM-Gold im Slalom jubeln ! Der Tiroler gewann zum
Abschluss der Einzelbewerbe der WM in Aare in überlegener Art und Weise
die erste Goldmedaille für Österreichs Herrenteam.
"Es ist immer
schwierig, mit so einem Vorsprung Gas zu geben. Weltmeister zu werden
ist immer ein super Gefühl. Früher ist alles so einfach gegangen - jetzt
habe ich zwischendurch hart arbeiten müssen - dadurch ist es um so
schöner!"
Matt erzielt in beiden Durchgängen Laufbestzeit und gewann
souverän in 1:57,33 Min. vor dem Südtiroler Manfred Mölgg (+1,81 Sek.)
und dem Franzosen Jean-Baptiste Grange (+2,21). Mölgg fuhr mit einer
ausgezeichneten Fahrt vom sechsten auf den zweiten Rang, Grange vom
fünften auf den dritten Platz.
Die Bronzemedaille von Grange ist die
erste WM-Medaille für Frankreich seit zehn Jahren. Der österreichische
Topfavorit Benjamin Raich fuhr um 3 Hundertstel Sekunden am Podest
vorbei und mußte sich mit dem 4. Rang begnügen. "Mario hat ein super
Rennen gefahren. Für mich ist sich das Podest heute knapp nicht
ausgegangen. Der Mario war in einer eigenen Liga und dazu muss man ihm
wirklich gratulieren."
Der nach dem 1. Durchgang auf Rang 3 plazierte
Manfred Pranger aus Österreich belegte im Schlußklassement Rang 5. Auch
der Deutsche Felix Neureuther, der als zweitplazierter in den Finallauf
ging, hat die große Chance auf eine Medaille nicht nützen können. Der 22
Jahre alte Partenkirchener, schied nach Zwischenbestzeit im 2. Durchgang
aus.
Der für Moldawien startende Schweizer Urs Imboden fuhr auf Platz
11. Der WM-Slalom wird als "Ausfallfestival" in die Ski-Geschichte
eingehen. Topfavoriten wie Jens Byggmark, Doppel-Weltmeister Aksel Lund
Svindal, Giorgio Rocca, die Schweizer WM-Medaillengewinner Daniel
Albrecht, Marc Berthod, die US-Amerikaner Ted Ligety und Bode Miller
fiehlen bereits im ersten Durchgang aus. Insgesamt sahen in dem
ausfallsreichen Rennen nur 25 von 74 Läufern das Ziel.
1. Mario Matt AUT 1:57,33
2. Manfred Mölgg ITA 1:59,14
3. Jean-Baptiste Grange FRA 1:59,54
4. Benjamin Raich AUT 1:59,57
5. Manfred Pranger AUT 1:59,82
6. Michael Janyk CAN 1:59,98
7. Truls Ove Karlsen NOR 2:00,20
BLICK
ZURÜCK SAISON - WM SLALOM 2005
BENNI RAICH ist der
Skikönig von Bormio!
4. Medaille im 4. Rennen und die in GOLD!
In einem überaus
spannenden Finale siegt der neue "Bormiokönig" Benjamin Raich
aus Österreich. Sensationell die Leistungen des 26-jährigen Pitztalers
bei dieser 38. alpinen Skiweltmeisterschaft!
Aber der Reihe nach ....
Die 5 besten Läufer des 1. Laufes stehen noch oben ...
Rainer Schönfelder (AUT) legt mit der zweitbesten Zeit des zweiten Laufes
eine sehr gute Gesamtzeit (1:41,58) vor. Es folgt Bode Miller (USA),
Doppelweltmeister dieser WM (SuperG und Abfahrt), der im zweiten Lauf
aggressiver unterwegs ist, aber er scheitert. Der Amerikaner stürzt nach
toller Zwischenzeit. Nun liegt es an dem Lokalmatador Giorgio Rocca (ITA)
den Österreichern den Sieg noch wegzuschnappen. Er verliert aber auf den
Österreicher Schönfelder und liegt als er ins Ziel kommt auf Platz 2 mit
1:42,08. Nun ist sicher, dass Österreich die Goldmedaille holt ... aber
wer? ... Manfred Pranger, der Sieger der letzten beiden Weltcupslaloms
fährt gut, fädelt aber ein und scheidet aus. Nur noch einer am Start.
Der Führende nach dem ersten Lauf, Benjamin Raich, fährt auch einen
tollen, sicheren zweiten Lauf, schlägt seinen Teamkollegen Schönfelder
um 0,24 Sekunden und ist wie Bode Miller Doppelweltmeister.
Benjamin Raich ist im Ziel überwältigt. "Wahnsinn, ich kann's gar
nicht glauben, mir fehlen die Worte! Ich bin überglücklich"
Benjamin Raich holt damit in allen Disziplinen in denen er startete eine
Medaille. 2 mal GOLD (Kombination, Slalom), 1 mal SILBER (Riesentorlauf)
und 1 mal BRONZE (SuperG).
Rainer Schönfelder, der stark erkältet ins Rennen ging freute sich sehr
über die Silbermedaille. "Ich hab spekuliert, dass es dann Silber
geworden ist, taugt mir unheimlich. Ich bin er einzige Medaillengewinner
bei den Herren, der nicht mit Atomic fährt." (Schönfelder fährt
Ski der Firma Fischer.)
Giorgio Rocca lobte die Form von Benjamin Raich und gab sich mit seiner
zweiten Bronzemedaille bei dieser WM zufrieden. "Ich bin im zweiten
Durchgang ein bisschen langsam gefahren, aber es ist die zweite Medaille
bei dieser WM und ich bin zufrieden." Die ersten 10 und ihre Zeiten im Überblick:
1. Benjamin Raich AUT 1:41,34
2. Rainer Schönfelder AUT +0,24
3. Giorgio Rocca ITA +0,74
4. Markus Larsson SWE +1,14
5. Andre Myhrer SWE +1,38
6. Thomas Grandi CAN +1,42
7. Silvan Zurbriggen SUI +1,47
8. Mitja Dragsic SLO +1,90
9. Patrick Biggs CAN +2,04
10. Stephane Tissot FRA +2,13
Felix Neureuther (GER +4,08) erreichte trotz eines sehr schweren Fehlers
(kam praktisch zum Stillstand) Platz 19. Der zweite DSV-Läufer Andreas
Ertl verzichtete nach dem enttäuschenden 36. Rang im 1. Lauf auf den
Start im Finale. Alois Vogel, der aussichtsreichste DSV-Kandidat konnte
wegen einer schweren Augenentzündung leider erst gar nicht an den Start
gehen, da sein Sehvermögen mit nur 10% zu gering war.
Der heutige Slalom war die letzte Einzelentscheidung dieser doch leicht
chaotischen, zuschauerarmen Weltmeisterschaft. Morgen steht noch eine
Premiere in Form eines Teambewerbes an. Krönt sich Benni Raich mit Hilfe
seiner Mannschaft auch noch zum SkiKAISER dieser Weltmeisterschaft in
Bormio mit einer 5. Medaille?
Der neue
Ski-Weltmeister im Slalom heißt Benjamin Raich. Der Österreicher siegte
am Samstag bei der Ski-WM in Bormio überlegen vor seinem Landsmann Rainer
Schönfelder und dem Italiener Giorgio Rocca.
BLICK
ZURÜCK - WM SLALOM 2003
Kostelic neuer
Slalom Weltmeister 2003 bei den Herren !
Slalom Weltmeister 2003
Ivica Kostelic
Der Kroate Ivica
Kostelic gewinnt, so wie seine Schwester Janica Kostelic am Samstag,
den Weltmeistertitel im Slalom. Damit ist Kroatien die führende
Nation im Slalom ! Die größte Sensation schaffte jedoch der
Schweizer Silvan Zurbriggen der die Silbermedaille gewann. Bronze
geht an Giorgio Rocca der damit die erste und einzige Medaille für
Italien gewann. Ganz ohne Medaille muss der DSV die Heimfahrt
antreten. Ein Riesenenttäuschung für alle deutschen Skifans. Die
Österreicher blieben zwar am letzten Tag ohne Erfolgserlebnis,
können sich aber über 9 Medaillen - davon 3 mal Gold - freuen. Nur
in drei Bewerben ging der ÖSV leer aus - bei den Herren in
Kombination und Slalom, bei den Damen blieb Österreich im
Riesenslalom ohne Medaille. Die weiteren Platzierungen im Herren
Slalom , Platz 4 bis 10: Benjamin Raich (AUT), Manfred Pranger
(AUT), Bode Miller (USA), Kalle Palander (FIN), Tom Stiansen (NOR),
Kjetil Andre Aamodt (NOR) und Markus Larrson (SWE). Felix Neureuther
war der einzige Slalomfahrer des DSV der sich im Endresultat auf
Rang 15 eintragen konnte. Ein kleiner Lichtblick in den dunklen
Tagen des DSV.
Silber: Silvan Zurbriggen
Bronze: Giorgio Rocca
Platz 4: Benjamin Raich
Platz 5: Mannfred Pranger
BLICK
ZURÜCK - WM SLALOM 2001
Mario Matt ist Slalom
Weltmeister 2001
Mario Matt hat es geschafft. Mit einem tollen zweiten Lauf setzte sich
der junge Österreicher an die Spitze und schnappte seinem Team Kollegen
Benjamin Raich die Goldmedaille, mit 15 Hundertstel Sekunden Vorsprung
weg. Bronze sicherte
sich, mit der besten Laufzeit im zweiten Durchgang, der Slowene Mitja
Kunz. Auf dem undankbaren 4. Platz landete der Österreicher Heinz
Schilchegger.
Mario Matt: Es ist unbeschreiblich. Ich bin
noch nie bei einem so super Publikum gefahren - einfach Wahnsinn. Ich
wollte heute unbedingt auf Gold fahren und habe voll riskiert. Ich bin
gut in den Rhythmus gekommen aber es hat mich einmal ausgehoben. Im
Mittelteil waren kleine Löcher. Da musste man von hinten fahren und das
ist mir gut aufgegangen. Es war kein fehlerloser Lauf, ich bin aber sehr
zufrieden. Ich habe mir keinen Druck machen lassen und wollte alles
versuchen. Wenn es geht ist es gut, wenn nicht kann man auch nichts
machen. Die Kombinationsmedaille hat mir - nach den beiden Ausfällen in
Kitzbühel und Schladming - viel Selbstvertrauen gegeben. Es ist ein
Riesentraum in Erfüllung gegangen. Es war schon ein Traum hier starten
zu dürfen, jetzt zu gewinnen ist ein Wahnsinn.
Benjamin Raich: Momentan schwankt das
Gefühl, ich wollte natürlich Gold. Oben hatte ich einen großen Fehler,
ich konnte nicht mehr aufholen. Auf jeden Fall habe ich Silber gewonnen.
Es hat mich ausgehoben, ähnlich wie in Schladming – dort hatte ich das
Gewicht auch zuviel auf der Schaufel. Ich bin aber trotzdem zufrieden
und wir haben einen würdigen Weltmeister. Ich habe mitbekommen, dass
Mario in Führung lag. Trotzdem habe ich alles versucht, es ist sich
nicht ganz ausgegangen, ich freue mich über Silber.
Mitja Kunc: Ja, der
zweite Durchgang war gut. Die Österreicher sind im Moment nicht zu
schlagen. Ich freue mich über die Bronzemedaille, denn ich habe nach dem
ersten Durchgang keine Medaille mehr erwartet.