Slalomsieger in Are wurde Mario
Matt
Die Slalom Kristalllkugel ging an Jean-Baptiste Grange
Der Österreicher Mario Matt freute
sich nach einer sehr „verkorksten“ Saison mit Abstimmungsschwierigkeiten
und Ausfällen über seinen 12. Weltcupsieg. Vom sechsten Rang nach dem
ersten Durchgang fuhr er sich mit der drittbesten Laufzeit des Zweiten
zum Sieg. Der Hang scheint ihm zu liegen, denn hier wurde er vor zwei
Jahren Slalomweltmeister.
„Ja, das ist auf jeden Fall mein Hang, habe sehr positive Erinnerungen
da, mir liegt das da sehr gut und ich freu mich immer, wenn ich da
herkomme. Ich habe gewusst, dass ich ganzen Winter sehr schnell bin und
dass ich jedes Rennen, wenn es passt, gewinnen kann. Mit dem Wissen bin
ich auch da hergefahren und habe gedacht, dass ich nichts verlieren
kann, also voll angreifen … und das ist Gott sei Dank auch aufgegangen.“
Matts Gesamtzeit von 1:45,71 reichte
aber nur relativ knapp für den Sieg, denn der Franzose Julien Lizeroux
fuhr mit nur 9 Hundertstel Rückstand auf den zweiten Platz.
Ihm folgte auf dem dritten Rang mit
0,15 Hundertstel Rückstand der neue Slalom Weltcupsieger Jean Baptiste
Grange, der sich mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang die „Slalomkugel“
sicherte. Nach der Enttäuschung beim Slalomfinale im letzten Jahr und
dem eher schlechten Abschneiden bei der Heim-WM konnte er sein Glück im
Ziel noch kaum fassen.
„Es ist sehr schwer die ganze Situation zu realisieren, es war alles
nicht leicht und es war auch die Situation so ähnlich wie im letzten
Jahr. Ich habe versucht trotzdem alles zu riskieren und diesmal ist es
aufgegangen.“
Der Halbzeitführende Manfred Mölgg aus
Italien musste sich schlussendlich mit dem vierten Rang zufrieden geben.
Ihm fehlten 50 Hundertstel auf den Sieger Matt.
Der junge Österreicher Marcel Hirscher
beendete eine für ihn gute Weltcupsaison mit 65 Hundertstel Rückstand
auf dem 5. Platz im letzten Slalom der Saison.
Felix Neureuther aus dem DSV-Team
wartet nach wie vor auf seinen ersten Weltcupsieg und muss dieses
Vorhaben auf die Saison 2009/2010 verschieben. Beim letzten Rennen
dieser Saison reihte er sich auf Rang sechs ein (+0,65).
Auf den Plätzen sieben bis zehn
folgten Steve Missilier (FRA +0,79), Mattias Hargin (SWE +0,86), Andre
Myhrer (SWE +0,87) und der Slalomweltmeister Manfred Pranger (AUT +0,95)
Der Gesamtweltcupkrimi wurde ja
bereits im ersten Durchgang durch den Ausfall des Österreichers Benjamin
Raich entschieden, der seinem „Rivalen“ Aksel Lund Svindal aber schon
wenige Minuten nachdem er ausgeschieden war, wie immer sportlich fair,
zum Sieg im Gesamtweltcup gratulierte.
Aus dem
Skiweltcup
Infopoint
Austria: M.
Riedler
Noch mehr Informationen
finden Sie im
Skiweltcup-Forum
Mölgg führt
zur Halbzeit
beim Slalom in
Aare
Svindal ist
Sieger des
Gesamtweltcups
Manfred Mölgg aus Italien fuhr heute
scheinbar mit der Wut der ganzen „verpatzten“ Saison im Bauch den
letzten Herrenbewerb. Mit 53,69 Sekunden übernahm er die Führung nach
dem 1. Lauf, der bereits die Entscheidung im Gesamtweltcup brachte. Aber
der Reihe nach – zuerst einmal der Slalom …
Mit Giuliano Razzoli gab es sogar eine
italienische Doppelführung. Er fuhr auf Rang zwei mit 25 Hundertstel
Sekunden Rückstand.
Der dritte Platz ging an den Franzosen Julien Lizeroux, der 37
Hundertstel hinter dem Führenden liegt.
Auf Rang 4 konnte sich Ivica Kostelic
(CRO +0,52) einreihen und so den Kampf und die Spannung um die
„Slalomkugel“ bis zum 2. Durchgang aufrecht erhalten. Seine „Rivalen“ um
den Sieg in der Disziplinenwertung sind
der Franzose Jean-Baptiste Grange, der mit 1,03 Sekunden Rückstand an
10. Stelle liegt, in der Disziplinenwertung aber 49 Punkte vor Kostelic
ist und dem Österreicher Manfred Pranger (+0,54), der in der
Zwischenwertung den 5. Rang erreichte und im Disziplinenweltcup mit 43
Punkten hinter Kostelic auf Rang drei liegt.
Sechster nach dem 1. Lauf wurde Mario
Matt aus Österreich mit 55 Hundertstel Rückstand, 7. der Amerikaner Ted
Ligety, dem 64 Hundertstel fehlten, 8. Andre Myhrer aus Schweden, der
genau 1 Sekunde Rückstand auf Mölgg einfuhr und 9. Marcel Hirscher aus
Österreich, der 1,01 Sekunden Rückstand hatte.
Nun zum Gesamtweltcup:
Benjamin Raich schied leider bereits nach rund 45 Fahrsekunden durch
einen „klassischen Einfädler“ aus und verpasste dadurch die Chance den
Führenden im Gesamtweltcup Aksel Lund Svindal noch einzuholen. Raich
fehlten vor dem heutigen Rennen nur 2 Punkte auf Svindal, die er im
Slalom leicht gut machen hätte können. Aber es sollte nicht sein. Mutig
stellte er sich trotzdem den Fragen im Zielraum, wo man ihm seine große
Enttäuschung anmerkte.
„Ich war gut eingestellt, hab alles gegeben, ich hab mir gedacht ich
muss einfach normal fahren und so wie ich es kann, ich kann auch nicht
viel dazu sagen. Es gibt schlimmeres, wir haben das dieses Saison oft
erlebt, ich stehe gesund da und hab bis zum Ende mitgekämpft, das ist
glaube ich immer ganz wichtig.“
Auch Raichs großer Konkurrent im
Gesamtweltcup Aksel Lund Svindal schied im 1. Lauf aus, aber er kann
sich mit der großen Kristallkugel trösten – Herzlichen Glückwunsch!
Aus dem
Skiweltcup
Infopoint
Austria: M.
Riedler
Noch mehr Informationen
finden Sie im
Skiweltcup-Forum
Das letzte
Rennen - Slalom der Herren in Kranjska Gora
Lizeroux gewinnt Slalom von
Kranjska Gora
Der Franzose Julien Lizeroux, der nach
dem ersten Durchgang noch Vierter gewesen war feierte beim Slalom von
Kranjska Gora seinen zweiten Saisonsieg vor dem zur Halbzeitführenden
Italiener Giuliano Razzoli (+0,34) und dem Deutschen Felix Neureuther
(+0,56).
Julien Lizeroux schloß damit nahtlos
an seine Leistungen der letzten Wochen an: „Ich hab meinen ersten Sieg
in Kitzbühel gefeiert, dann noch die zwei Medaillen in Val d'Isere. Ich
war heute so relaxed, bin locker runter gefahren. Und war dann im Ziel
von meiner Zeit selbst überrascht.
Dank zweier fast fehlerfreier Läufe
konnte sich der Garmisch-Partenkirchner Felix Neureuther, nach Adelboden
über den zweiten Podestplatz in dieser Saison freuen.
Bitter verlief der Finallauf für das
starke ÖSV-Power-Team das den Sprung auf das Stockerl hauchdünn
verfehlte. Benjamin Raich wurde als Vierter bester Österreicher. Auf den
Podestplatz fehlen nur 4 Hundertstel Sekunden.
Der nach dem 1. Lauf auf Rang 2
plazierte Reinfried Herbst schied nach einem Einfädler aus. Auch Mario
Matt der sich im Finale vom 12 auf den 5 Rang verbesserte, fehlten am
Ende nur 6 Hundertstel Sekunden auf den Drittplazierten Neureuther.
Hinter Matt plazierten sich Slalomweltmeister Manfred Pranger auf dem
geteilten 6. Rang, gefolgt von Marcel Hirscher der Achter wurde und das
starke ÖSV Ergebnis abrundete.
Als bester Swiss-Ski-Fahrer klassierte
sich Marc Gini auf dem 15. Rang. Silvan Zurbriggen vermochte dank einer
Steigerung vom 28. Zwischenrang bei Wettkampf-Hälfte noch auf den 18.
Platz vorzustossen. Markus Vogel holte auf Position 25 zum zweiten Mal
in seiner Karriere Weltcup-Punkte.
Für die weiteren Deutschen lief es auf
der anspruchsvollen "Podkoren 3"-Piste nicht gut. Stefan Kogler vom
Schliersee schied aus, der Garmischer Fritz Dopfer verpasste mit 2,61
Sekunden Rückstand den Einzug in den zweiten Lauf genauso der
Oberstaufener Philipp Schmid (2,86 Sekunden zurück) bei seinem
Weltcup-Debüt.
Die Entscheidung im Kampf um die
Slalom-Kristallkugel wird in Are fallen. Der Vorsprung von Leader
Jean-Baptiste Grange, der in Kranjska Gora zurücksteigen musste und ans
Ende des Klassements zurückfiel, beträgt noch 49 Punkte auf Ivica
Kostelic. Eine kleine Chance hat auch noch Slalom-Asse Manfred Pranger,
ihm fehlen 92 Punkte auf Grange.
Kostelic, der sich im 2. Durchgang mit
Laufbestzeit von Rang 28 auf Platz 11 verbesserte, behält die Führung im
Gesamtweltcup, wenn er auch nur noch 2 Punkte vor Benjamin Raich liegt.
Die Favoriten auf die große Kristallkugel sind aber Aksel Lund Svindal
und Didier Cuche. Der Norweger hat 86 Punkte Rückstand auf Kostelic,
Cuche fehlen 110 Punkte. Aber jetzt kommen drei Speed-Rennen - wo
Svindal und Cuche zu den Sieg-Anwärtern zählen.
Weiter geht es nun in den Norden nach Kvitfjell, wo ab Freitag drei
Speed-Rennen auf dem Programm stehen.
Rückblende zur Saison 2006/2007: Auf
der Lenzerheide spitzt sich der Kampf um den Gesamtweltcup immer mehr
zu, die Entscheidung fällt erst im 36. und letzten Rennen. Der große
Sieger heißt Aksel Lund Svindal, der Norweger hängt Benjamin Raich um
ganze 13 Punkte ab.
Im Vorjahr trennten den „Blitz aus
Pitz“ in Bormio mehr als nur ein Sieg (es waren 111 Punkte) von Bode
Miller, der heuer auf das Weltcupfinale in Åre gepfiffen hat. Vor drei
Jahren hingegen avancierte Raich zum Triumphator, er sicherte sich
damals die große Kristallkugel vor Svindal, der satte Vorsprung betrug
404 Punkte.
Am Samstag wiederholt sich gleichsam
das Szenario von 2007, der Slalom (9 bzw. 11.30 Uhr, ORF1) entscheidet
zwischen Sieg und Niederlage. Mit dem Erfolg im Riesentorlauf schob sich
Benjamin Raich im Gesamtweltcup bis auf zwei Punkte an Svindal heran,
der Norweger wurde ein Opfer seiner fiebrigen Erkältung und ging als 19.
leer aus.
Er selbst gibt sich kaum noch Chancen,
„mein Slalomstart wird vermutlich nicht mehr viel bringen“. In dieser
Saison ist Svindal nämlich mit dem Torlauf auf Kriegsfuß gestanden.
Entweder hat er kein Ziel gesehen – oder sich nicht für den zweiten
Durchgang qualifiziert.
Raich, der nun bei 34 Weltcupsiegen
(14 im Riesenslalom) hält, hat in den vergangenen Tagen wie ein emsiges
Eichhörnchen Punkte gesammelt. Der 31-Jährige muss den Slalom heute auch
taktisch anlegen, nur die Top 15 schreiben diese Woche an.
Der
Blick zurück - WM 2007
Mario Matt gewinnt Slalom-Gold
Der Österreicher Mario Matt darf zum zweiten Mal
nach 2001 über WM-Gold im Slalom jubeln ! Der Tiroler gewann zum
Abschluss der Einzelbewerbe der WM in Aare in überlegener Art und Weise
die erste Goldmedaille für Österreichs Herrenteam. "Es ist immer
schwierig, mit so einem Vorsprung Gas zu geben. Weltmeister zu werden
ist immer ein super Gefühl. Früher ist alles so einfach gegangen - jetzt
habe ich zwischendurch hart arbeiten müssen - dadurch ist es um so
schöner!" Matt erzielt in beiden Durchgängen Laufbestzeit und gewann
souverän in 1:57,33 Min. vor dem Südtiroler Manfred Mölgg (+1,81 Sek.)
und dem Franzosen Jean-Baptiste Grange (+2,21). Mölgg fuhr mit einer
ausgezeichneten Fahrt vom sechsten auf den zweiten Rang, Grange vom
fünften auf den dritten Platz. Die Bronzemedaille von Grange ist die
erste WM-Medaille für Frankreich seit zehn Jahren. Der österreichische
Topfavorit Benjamin Raich fuhr um 3 Hundertstel Sekunden am Podest
vorbei und mußte sich mit dem 4. Rang begnügen. "Mario hat ein super
Rennen gefahren. Für mich ist sich das Podest heute knapp nicht
ausgegangen. Der Mario war in einer eigenen Liga und dazu muss man ihm
wirklich gratulieren." Der nach dem 1. Durchgang auf Rang 3 plazierte
Manfred Pranger aus Österreich belegte im Schlußklassement Rang 5. Auch
der Deutsche Felix Neureuther, der als zweitplazierter in den Finallauf
ging, hat die große Chance auf eine Medaille nicht nützen können. Der 22
Jahre alte Partenkirchener, schied nach Zwischenbestzeit im 2. Durchgang
aus. Der für Moldawien startende Schweizer Urs Imboden fuhr auf Platz
11. Der WM-Slalom wird als "Ausfallfestival" in die Ski-Geschichte
eingehen. Topfavoriten wie Jens Byggmark, Doppel-Weltmeister Aksel Lund
Svindal, Giorgio Rocca, die Schweizer WM-Medaillengewinner Daniel
Albrecht, Marc Berthod, die US-Amerikaner Ted Ligety und Bode Miller
fiehlen bereits im ersten Durchgang aus. Insgesamt sahen in dem
ausfallsreichen Rennen nur 25 von 74 Läufern das Ziel.
1. Mario Matt AUT 1:57,33
2. Manfred Mölgg ITA 1:59,14
3. Jean-Baptiste Grange FRA 1:59,54
4. Benjamin Raich AUT 1:59,57
5. Manfred Pranger AUT 1:59,82
6. Michael Janyk CAN 1:59,98
7. Truls Ove Karlsen NOR 2:00,20
BLICK
ZURÜCK SAISON 2005/06
- SLALOM WELTCUPFINALE in Are 1. Weltcupsieg für Markus
Larsson in Aare
Kristallkugel geht an Giorgio Rocca
Der Schwede Markus Larsson sicherte sich mit 2.
Laufzeit seinen ersten Weltcupsieg. Als 2. nach dem 1. Lauf griff er trotz
sehr schlechter Piste im 2. Durchgang voll an und legte so dem
Zwischenführenden Giorgio Rocca eine tolle Zeit vor. Der
Slalomweltcupsieger Rocca brachte seinen zweiten Lauf nicht ins Ziel, und
so triumphierte Larsson zum ersten Mal im Weltcup. Stephane Tissot (FRA
+0,82) stand als 2. und Thomas Grandi (CAN +0,93) als 3. am Siegerpodest.
Ivica Kostelic (CRO) fuhr als 4. nur 0,03 Sekunden am Stockerl vorbei. 5.
wurde Pierrick Bourgeat (FRA +0,99), dem so schwierige Pistenverhältnisse
zu liegen scheinen. Als bester Österreicher klassierte sich der Tiroler
Mario Matt (+1,25) an die 6. Stelle. Mit Platz 7 und dem Ausscheiden von
Bode Miller sicherte sich Aksel Lund Svindal (NOR +1,63) den 2. Platz in
der Weltcupgesamtwertung. Rainer Schönfelder (AUT +1,70) fuhr auf Rang 8,
Akira Sasaki (JPN +1,71) auf Rang 9 und Andre Myhrer (SWE +1,94) beschloss
die Gruppe der besten 10. Felix Neureuther fuhr im letzten Rennen der
Saison auf Rang 12. Ausgeschieden sind im 2. Lauf Bode Miller (USA), Alois
Vogl (GER), Manfred Pranger (AUT), Martin Hansson (SWE), Patrick Thaler (ITA)
und Michael Janyk (CAN). Mit dem heutigen Rennen wurde die Weltcupsaison
der Herren geschlossen, es wird am Sonntag nur noch ein Teambewerb
ausgetragen. Die Weltcupsaison 2005/2006 brachte Benjamin Raich (AUT) zum
ersten Mal die große Kugel für den Gesamtweltcup und die kleine Kugel im
Riesentorlaufweltcup. Die Abfahrtsweltcupwertung entschied Michael
Walchhofer (AUT) für sich und den Sieg im Slalomweltcup holte sich wie
schon erwähnt der Italiener Giorgio Rocca. Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M. Riedler