Die Partenkirchenerin Maria Riesch
feierte im spanischen La Molina beim Slalom der Damen ihren ersten
Saisonsieg. Die Deutsche, die bis dato im Weltcup erst einen
Slalom-Erfolg gefeiert hatte, gewinnt mit Laufbestzeiten im 1. & 2.
Durchgang und einem Zeitvorsprung von 1,48 Sekunden vor der
Weltcupgesamtführenden Lindsey Vonn aus der USA. Der 3. Platz geht an
die Niederösterreicherin Kathrin Zettel.
Völlig aus der Puste - aber
überglücklich - resümierte die 24-Jährige ihr perfektes Rennen: "Nach
dem 1. Lauf wollte ich die ganze Energie in den 2. Durchgang stecken.
Gott sei dank ist mir das auch gelungen."
Die sympathische
Garmisch-Partenkirchnerin konnte sich einen kleinen Seitenhieb in
Richtung der Zweitplatzierten nicht verkneifen: "Der Vorsprung macht
mich richtig stolz. Schade nur, dass es für die 1,48 Sekunden nicht noch
ein paar zusätzliche Weltcup-Punkte gibt", so Riesch mit einem
Augenzwinkern in Richtung Vonn.
In der Gesamtwertung verbesserte sich
Riesch auf den dritten Platz, Vonn liegt 110 Punkte vor ihr in Führung.
Fast fünf Jahre nach ihrem ersten Slalom-Erfolg (in Levi) durfte sie
ihren zweiten Sieg in dieser Disziplin feiern. Insgesamt triumphierte
sie zum siebenten Mal im Weltcup.
Neben Riesch schafften es nur noch
zwei weitere der insgesamt zehn deutschen Läuferinnen in die
Punkteränge. Monika Bergmann aus Lam fiel allerdings im Finale noch vom
sechsten auf den 19. Platz zurück, Fanny Chmelar (Partenkirchen) kam auf
Rang 22. Marianne Mair (Reichersbeuern), Nina Perner (Karlsruhe) und
Katharina Dürr (Germering) hatten auf den Plätzen 32, 39 und 40 den
zweiten Durchgang verpasst. Carolin Fernsebner (Ramsau), Anja Blieninger
(Altenau), Susanne Riesch (Partenkirchen) und Kathrin Hölzl
(Bischofswiesen) schieden im ersten Lauf aus.
Die Österreicherin Nicole Hosp machte
im zweiten Durchgang einen großen Sprung nach vorne und belegte als
zweitbeste Österreicherin Rang neun. Michaela Kirchgasser mußte sich
nach Platz 7 im 1. Lauf am Ende mit Rang 14 begnügen, Anna Fenninger
klassierte sich auf Platz 20.
Die beste Schweizerin aus dem ersten
Lauf, Aline Bonjour als 13, fiel aus. Dass es für die Schweiz trotzdem
nicht zu einem "Nuller" kam, ist Sandra Gini zu verdanken. Die Bündnerin
wurde 23.
Nach dem 1. Durchgang im Slalom von La
Molina führt die Deutsche Maria Riesch mit einer Fabelzeit von 53,81
Sekunden. Auf dem zweiten Rang, jedoch schon mit einem Zeitrückstand von
89 Hundertstel Sekunden folgt die Niederösterreicherin Kathrin Zettel,
die mit einer Ellenbogen Verletzung an den Start gehen mußte. Rang 3
nach dem 1. Lauf sicherte sich die Schwedin Anja Pärson (+1,24).
Die Gewinnerin des Auftaktslaloms von
Levi, Lindesey Vonn (+1,28) aus den USA, startet als Viertplazierte in
den Finaldurchgang. Die Siegerin des Aspen Slaloms Sarka Zahrobska
(+1,34) beendete den 1. Durchgang auf Rang 5.
Mit einem guten Lauf, wenn auch schon
mit erheblichen Zeitrückstand auf die Führende, folgt auf dem 6. Platz
die Deutsche Monika Bergmann (+1,58) gefolgt von der Österreicherin
Michaela Kirchgasser (+1,59).
Riesenslalom Vortagessiegerin Tanja
Poutiainen mußte sich beim heutigen Slalom zur Halbzeit mit dem 8. Rang
begnügen. Die Top 10 komplettieren Marusa Ferk (+1,89) die mit
Startnummer 30 den Sprung auf Platz 9 schaffte und Nina Loeseth (+1,93)
aus Norwegen.
Als Beste Schweizerin nach dem 1.
Durchgang plazierte sich Aline Bonjour (+1,96) auf Platz 13. Sandra Gini
(+2,19) geht als 17 in den Finaldurchgang.
Mitfavoritin Nicole Hosp viel nach
einem Fahrfehler weit zurück, noch mehr Pech hatten die DSV
Rennläuferinnen Kathrin Hölzl und Susanne Riesch die nach einem
Torfehler ausschieden.
Der ÖSV geht mit 5 Slalomfahrerinnen
in den 2. Durchgang. Neben Zettel und Kirchgasser schafften die
Qualifikation, Nicole Hosp (24. - +2,88), Anna Fenninger (26. - +2,97)
und Katrin Triendl (29. - + 3,42).
Aus dem DSV-Team konnten sich neben
Maria Riesch und Monika Bergmann noch Fanny Chmelar (20. - +2,45) für
das Finale qualifizieren.
Das letzte
Rennen - Slalom Damen in Aspen
Erster Weltcup-Sieg für
Weltmeisterin Zahrobska
Slalom Weltmeisterin Sarka Zahrobska
hat am Sonntag beim Slalom in Aspen im US- Bundesstaat Colorado ihren
Premierensieg im Weltcup gefeiert und zugleich Tschechien den ersten
Erfolg in der Geschichte gesichert.
Kein Wunder das sich die 23-jährige
Zahrobska, die die Halbzeitführung sicher ins Ziel gebracht hatte,
freute. "Ich bin sehr glücklich, habe schon lange auf diesen Sieg
gewartet. Es war sehr schwer heute, eisig, windig, dazu noch die
schlechte Sicht", sprach auch die Tschechin die schwierigen Verhältnisse
an.
Die Aare-Titelgewinnerin von 2007
setzte sich 0,23 Sekunden vor der Tirolerin Nicole Hosp durch, die nach
ihrem Sturz am Samstag im Riesentorlauf mit Schmerzmitteln fuhr und eine
starke Leistung bot.
"Es war natürlich sehr schwierig, man
muss sehr viel improvisieren, wenn man verletzt ist. Trotzdem habe ich
alles gegeben. Es war speziell im zweiten Lauf sehr schwierig. Ich
dachte daher, dass ich zurückgefallen bin. Es hat aber doch alles gut
gepasst, es freut mich riesig", meinte Hosp.
Dritte wurde die Finnin Tanja
Pouitiainen (0,97), Vierte Levi-Siegerin Lindsey Vonn (USA/1,41).
Kathrin Zettel landete an fünfter Stelle (1,43).
Die Deutsche Maria Riesch fiel von
Rang drei nach dem ersten Durchgang noch auf den sechsten Platz zurück.
Zweitbeste Deutsche hinter Riesch, wurde Kathrin Hölzl aus
Bischofswiesen als Elfte.
Die Schweizerin Aline Bonjour
überraschte wie schon beim gestrigen Riesenslalom und verpasste als
Achte ihr persönliches Bestresultat nur um einen Rang. Nach dem ersten
Durchgang war sie noch Zwölfte gewesen. Das stellt ihr zweitbestes
Resultat in ihrer Karriere dar. Vor zwei Jahren war sie in der Sierra
Nevada Siebente geworden. Damit schaffte Bonjour wie Sandra Gini (14.)
die halbe WM-Qualifikation. Gini hatte sich im zweiten Durchgang um
sechs Ränge verbessert.
Bei den ersten beiden Saisonslaloms
waren die ÖSV-Damen nur mit einem Mini-Team am Start.
In La Molina gibt Cheftrainer Herbert
Mandl der Jugend eine Chance, sich im Weltcup zu beweisen. Neben Hosp,
Zettel und Kirchgasser sind weitere fünf Österreicherinnen in Spanien am
Start.
Zu Kathrin Triendl und Simone Streng
kommen noch Eva-Maria Brem und Anna Fenninger. Auch
Junioren-Weltmeisterin Bernadette Schild (Schwester von Marlies) darf
ihr Können zeigen.
Berthold, DSV Bundestrainer Damen:
Die Mädchen sind in Form
Bundestrainer Mathias Berthold setzt
in La Molina auf die Athletinnen, die bereits bei den Rennen in Levi und
Aspen am Start waren. Im Slalom kommt zudem Marianne Mair vom SC
Reichersbeuern zu ihrem ersten Weltcup-Einsatz. Die 19-Jährige ist
derzeit in einer guten Form. Zuletzt belegte sie beim Europacup-Slalom
in Trysil (NOR) Rang zwei.
Matthias Berthold, Bundestrainer
Damen:
"Ein Teil der Slalom-Mannschaft hat nach dem Weltcup in Aspen vier
NorAm-Rennen in Winter Park (USA) bestritten. Dabei bestätigte Susanne
Riesch mit drei Siegen im Slalom ihre derzeit gute Form. Auch Nina
Perner (2./6.) konnte sich unter den besten Zehn behaupten.
Auf die Rennen in La Molina haben wir uns in Hinterreit (Österreich)
vorbereitet. Die Mädchen sind in Form, aber bisher im Weltcup meist
unter ihren Möglichkeiten geblieben. Das wollen wir in La Molina ändern
und uns deutlich besser präsentieren als in den vergangenen Rennen."
Der alpine Skiweltcup macht am
Wochenende erstmals in der Geschichte in La Molina Station, die Damen
bestreiten im spanischen Pyrenäenort am Samstag (ab 9.30 Uhr, live in
ORF1) einen Riesentorlauf und am Sonntag (ebenfalls ab 9.30 Uhr, live in
ORF1) einen Slalom.
BLICK
ZURÜCK SAISON 2006/07:
Slalom der Damen jedoch in der Sierra Nevada!
Schild gewinnt Slalom in der Sierra
Nevada
Österreichs Slalomkönigin Marlies Schild gewann den
Slalom in Sierra Nevada und damit vorzeitig die Kristallkugel im
Slalom-Weltcup der Damen. Die Salzburgerin verwies die Finnin Tanja
Poutiainen (0,32) sowie die Tschechin Veronika Zuzulova (0,93) auf die
Plätze. Pech hatte die Tirolerin Nicole Hosp, die Rang drei um 1.
Hundertstel Sekunden verpasste. Die Österreicherinnen Daniela Zeiser und
Elisabeth Görgl belegten die Ränge 17 und 19. Aus Schweizer Sicht hat
die 22-jährige Aline Bonjour als Siebte für eine Überraschung gesorgt.
Bonjour hatte bereits im ersten Lauf den 13. Rang erreicht und doppelte
im zweiten Durchgang gleich nach. Die Westschweizerin war bislang erst
einmal im Weltcup gestartet. Vor etwas mehr als einem Jahr erreichte sie
in Maribor den zweiten Lauf nicht. Ein persönliches Bestergebnis
realisierte auch Sandra Gini als Zehnte. Letzte klassierte Schweizer
Fahrerin war Rabea Grand als 24. Die nach dem 1. Lauf auf Platz 8
liegende Monika Bergmann aus Deutschland schied mit einem Torfehler aus,
ihre Teamkollegin Fanny Chmelar wurde 21. Marlies Schild und Renate
Götschl haben die Kristallkugeln in Slalom und Super G bereits fix. Auch
in Abfahrt, Riesenslalom, Kombi und im Gesamtweltcup sieht es für
Österreichs Damen sehr gut aus! Mit ihrem siebenten Saisonsieg übernimmt
Schild auch wieder die Führung im Gesamtweltcup! Sie hat nun 33 Punkte
Vorsprung auf Teamkollegin Renate Götschl und 63 Punkte Vorsprung auf
Niki Hosp. Julia Mancuso hat als Vierte 93 Punkte Rückstand. Unter
diesen vier Damen wird auch die Entscheidung um den Gesamtweltcup
fallen.