LIVETICKER

LIVETICKER

www.Liveticker.tv     


Sieg für Daniel Albrecht beim Saisonauftakt der Herren in Sölden

Die Schweizer haben den Weltcup-Saisonauftakt der Herren in Sölden dominiert. Daniel Albrecht gewinnt den 1. Riesenslalom der Saison mit einer Gesamtzeit von 2:15,78 und verweist seinen Landsmann Didier Cuche um 0,14 Sekunden auf den 2. Platz und war im Ziel sichtlich erleichtert: „Am Start war ich ziemlich nervös, weil ich gehört habe, dass der Didier so weit vorne ist. Ich hab mir gedacht: Ich muss das runterbringen".

Auch Didier Cuche zeigte sich zufrieden mit dem 2. Rang. „Ich hätte nie gedacht, dass ich heute so weit vorne lande. Beim Runterfahren fühlt man sich eigentlich nicht so toll, weil es rattert, es schlägt und dann kommen so viele Kräfte in den Kurven und man überlegt, ob man das durchhält bis ins Ziel“.

Albrecht realisierte seinen dritten Weltcupsieg, nachdem er im Vorwinter in Beaver Creek den Riesenslalom und die Kombination für sich entschieden hatte. In Sölden lagen die bisherigen Schweizer Erfolge länger zurück. Der letzte Sieg datierte aus der Saison 1996 (Steve Locher), den letzten Podestplatz hatte es 2002 (Michael von Grünigen) gegeben.

Als Dritter auf dem Podest steht der Amerikaner Ted Ligety, der bereits 1,25 Sekunden hinter dem Schweizer liegt. „Ich glaube ich fahre noch nicht so gut wie in der letzten Saison zum selben Zeitpunkt. Ich bin sehr glücklich mit dem 3. Platz. Es sind sehr viele Burschen, die sehr gut fahren, aber wir müssen uns die ganze Saison anstrengen.“

Den undankbaren 4. Platz nimmt wieder einmal der Österreicher Benjamin Raich ein, dem in Sölden weiterhin ein Platz auf dem Siegerstockerl versagt bleibt. Ihm fehlen 1,30 Sekunden auf den Sieger Albrecht. „Ich konnte den Ski nicht so richtig gehen lassen, das war das Hauptproblem im Steilen und so gewinnt man einfach nichts. Man muss einfach ans Limit gehen und grad am Anfang, beim ersten Rennen hat man noch nicht so das Gefühl für den Rhythmus und das Limit und das ist es, was mir heute abgegangen ist. Ich hatte noch nicht die Sicherheit. Ich hab aber gesehen, dass ich bereits mithalten kann.“ 

Fünfter wird der Franzose Thomas Fanara (+1,44), 6. Christoph Gruber +(1,47) 7.Romed Baumann (+1,56), der über die interne österreichische Qualifikation ins Rennen kam und mehr als zufrieden war: "Es war heute ein Super-Tag für mich. Ich habe das, was ich mir vorgenommen habe, voll erreicht. Im Steilhang habe ich vielleicht nicht alles riskiert, aber unten im Flachen habe ich ihn brutal gehen lassen". 

Der österreichische Riesentorlaufeuropacupsieger der letzten Saison Philipp Schörghofer (+1,57) kann sich von Rang 13. auf den 8. Platz verbessern. "Ich bin sehr froh, dass der Saison-Auftakt so geklappt hat. Mein Ziel ist es, nach dieser Saison unter den Top 15 zu sein".

Der Schweizer Carlo Janka (+1,58) Sekunden belegte Platz 9 vor dem US-Amerikaner Bode Miller (+1,59) der im Steilhang einen Platz auf dem Treppchen verschenkte und sich mit Rang 10 begnügen mußte.

Ein bemerkenswertes Comeback gab der Norweger Aksel Lund Svindal. 334 Tage nach seinem schweren Sturz bestritt er sein erstes Weltcuprennen, das er mit 1,76 Sekunden Rückstand als Dreizehnter beendete. Zum drittplatzierten Ted Ligety fehlte ihm indes nur eine halbe Sekunde.

Schweizer, Amerikaner, Österreicher und ein Franzose machten die Plätze in den Top Ten unter sich aus. Die besten Norweger waren Kjetil Jansrud als 11. und Aksel Lund Svindal wie bereits erwähnt als 13. Die Italiener hatten ihre besten Läufer mit Alberto Schiepatti auf Platz 14, Manfred Mölgg wurde 17. gefolgt von Davide Simoncelli auf Rang 18. Von den Schweden kam nur Markus Larsson als 23. in die Ergebnisliste.

Bereits in zwei Wochen steht für Damen und Herren jeweils ein Slalom in Levi an.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M. Riedler

Noch mehr Informationen finden Sie im Skiweltcup-Forum


1. Daniel Albrecht SUI 2:15,78


2. Didier Cuche SUI 2:15,92


3. Ted Ligety USA 2:17,03


4. Benjamin Raich AUT 2:17,08


5. Thomas Fanara FRA 2:17,22


6. Christoph Gruber AUT 2:17,25


7. Romed Baumann AUT 2:17,34


8. Philipp Schörghofer AUT 2:17,35


9. Carlo Janka SUI 2:17,36


10. Bode Miller USA 2:17,37

Daniel Albrecht führt nach dem 1. Lauf in Sölden

Der Schweizer Daniel Albrecht geht nach dem 1. Lauf der neuen Saison bei den Herren mit 1.07,30 Minuten als Führender von der Piste. Einige Läufer sind ihm dicht auf den Fersen und wollen ihm den Sieg des 1. Saisonrennens noch streitig machen.

Erster Verfolger ist der Österreicher Benjamin Raich als 2. mit nur 0,12 Sekunden Rückstand. "Die Ausgangsposition ist gut", sagte Raich im Ziel, "aber das hatte ich schon öfter, davon kann ich mir noch nichts kaufen. Im zweiten Lauf werde ich deshalb voll angreifen." Danach kommt auf Platz 3 wieder ein Schweizer - Didier Cuche - 0,26 Sekunden hinter dem Teamkollegen Albrecht.

Auf dem Gletscher oberhalb von Sölden hat vor sechs Jahren mit Michael von Grünigen letztmals ein Schweizer einen Podestplatz erreicht. Und nun liegen bei Halbzeit gleich zwei Schweizer in diesem Bereich.

Auch die beiden Amerikaner Ted Ligety als 4. (+0,27) und Bode Miller als 5. (+0,32) sowie der Österreicher Christoph Gruber, der am Start Schwierigkeiten hatte, als 6. mit 0,80 Sekunden Rückstand liegen noch unter einer Sekunde hinter dem Schweizer.

Genau 1 Sekunde Rückstand hat der Franzose Thomas Fanara bei seiner Wiederkehr in den Weltcup und belegt damit Rang 7. Der Österreicher Mario Matt beendet den 1. Lauf als 8. (+1,01). 9. ist Marc Berthod aus der Schweiz (+1,03), 10. der Österreicher Romed Baumann (+1,21).

Bester Italiener ist Massimiliano Blardone auf Platz 11 gefolgt von seinem Teamkollegen Alberto Schiepatti als 12.

Der Norweger Aksel Lund Svindal, der letztes Jahr den Weltcupauftakt in Sölden gewonnen hat, erreicht bei seinem Comeback nach 11-monatiger Verletzungspause Rang 14.

Pech hatte der Kärntner Rainer Schönfelder, der beim Einfahren gestürzt und mit schmerzhaftem Bluterguss am Unterschenkel ins Rennen gegangen war. Der 31-Jährige verlor in der Folge 1,79 Sekunden und als 20. alle Chancen auf einen Podestplatz.

Für den Deutschen Felix Neureuther, mit der hohen Startnummer 64 ins Rennen gegangen, reichte es nicht für den Finaldurchgang. Mit einem Rückstand von 2,61 Sekunden mußte er sich mit Rang 34 begnügen

Auch der Flachauer Hermann Maier (2,77) verpasste die Teilnahme am zweiten Durchgang. Mitfavorit Hannes Reichelt schied aus.

Einen schalen Nachgeschmack beim ersten Weltcup-Wochenende des Winters hinterlässt eine Diebstahlserie in Sölden. Waren am Vortag die deutschen Damen betroffen, erwischte es diesmal die Österreicher Mario Matt und Mario Scheiber. Nach Angaben von Österreichs Alpinchef Hans Pum waren am Samstagnachmittag Unbekannte in das Doppelzimmer von Matt und Scheiber im Mannschaftshotel eingedrungen, und hatten Handys, einen Laptop, eine Spielkonsole und Kleidung mitgenommen.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: Monika Rieder

Noch mehr Informationen finden Sie im Skiweltcup-Forum

Übertragungszeiten:

LIVE: Sonntag, 26.10.2008 - 09.15 Uhr - ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltcup 2007/08 in Sölden (AUT)
1. Riesenslalom der Herren - 1.Durchgang

LIVE: Sonntag, 26.10.2008 - 09.40 Uhr - SF 2
Ski Alpin: FIS Weltcup 2007/08 in Sölden (AUT)
1. Riesenslalom der Herren - 1.Durchgang

LIVE: Sonntag, 26.10.2008 - 12.10 Uhr - ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltcup 2007/08 in Sölden (AUT)
1. Riesenslalom der Herren - 2.Durchgang

LIVE: Sonntag, 26.10.2008 - 13.00 Uhr - SF 2
Ski Alpin: FIS Weltcup 2007/08 in Sölden (AUT)
1. Riesenslalom der Herren - 2.Durchgang




Startliste Riesenslalom in Sölden - Hier klicken

Das letzte Rennen - Riesenslalom der Herren - Weltcupfinale in Bormio
Ligety gewinnt RTL in Bormio und holt Kristall

Mit einem Traumlauf gewinnt der Amerikaner Ted Ligety heute den letzten Riesentorlauf der Saison und sichert sich damit auch die kleine Kristallkugel für diese Disziplin. „Meine Nerven sind okay. Ich war schon sehr nervös, es war eine Menge Druck. Ein Traum wird für mich wahr. Speziell im Riesentorlauf den Weltcup zu gewinnen, ist mir viel wert!“

Leider kann Benni Raich (AUT +0,31) es seinem Herzblatt Marlies Schild nicht nachmachen: ein fehlerfreier zweiter Lauf reicht nur zu Platz 2 - sowohl im heutigen Rennen, als auch in der RTL-Gesamtwertung. „Ich habe keinen so schlechten Lauf gehabt. Der zweite Lauf vom Ted war sicher stark. Sicher bin ich enttäuscht. Es war ein Riesen-Ziel, dass ich die Kugel noch schaffe. Aber Zweiter muss man erstmal werden – und Dritter im Super G“ sprach Raich und tröstet sich mit der Kugel seiner Marlies, die er als „großen Erfolg für UNS“ bezeichnet.

Der junge Franzose Cyprien Richard (+0,68) fährt heute noch auf das Podest und lässt damit viel für die nächste Saison erhoffen. Gleich dahinter sensationell auf Platz 4 Teamkollege Jean-Baptiste Grange, der sein bestes RTL-Resultat einfährt und sein Selbstvertrauen für den morgigen Kampf im Slalomweltcup schleift.

Mit Platz 5 darf sich Didier Cuche (SUI +0,88) trösten, wenn gleich ihm SuperG-Kristall sicher lieber gewesen wäre. Entgegen aller gestrigen Diskussionen meinte er zum Super-G-Ergebnis fair: „Der Einzige der meinen Sieg verhindert hat, war ich selber. Ich habe zuviel taktiert und bin einfach ein schlechtes Rennen gefahren“

Davide Simoncelli (ITA +1,11) trägt sich mit Platz 6 wieder einmal in den vorderen Zeilen einer Ergebnisliste ein. Nur 2 Hundertstel dahinter Hannes Reichelt (AUT +1,13), der zwar mit seiner heutigen Leistung nicht ganz zufrieden war, aber dennoch auf seine bisher beste Weltcupsaison zurückblicken darf.

Palander-Nachfolger Marcus Sandell (FIN +1,16) unterstreicht sein Talent mit Platz 8 und man darf vielleicht schon in der nächsten Saison mit ersten Podestplätzen des jungen Finnen rechnen.

Nur Platz 9 für den Südtiroler Manfred Mölgg (+1,20) – ein für seine Verhältnisse schon fast „schlechtes“ Ergebnis, wenn man sich die Saison anschaut. Er will es aber schnell wegstecken und all seine Energie auf den morgigen Kampf gegen Grange um Slalomkristall konzentrieren.

Ex aequo auf Platz 10 noch Didier Defago (SUI +1,24) und Rainer Schönfelder (AUT).

Gratulation an Ted Ligety zu seinem ersten Kristall und auch Benni Raich zum zweiten und Manfred Mölgg zum dritten Gesamtrang!

Aus dem Austria Skiweltcup Infopoint: Claudia Egger
Noch mehr Informationen finden Sie im
Skiweltcup-Forum


1. Ted Ligety USA 2:18,04


2. Benjamin Raich AUT 2:18,35


3. Cyprien Richard FRA 2:18,72


4. Jean-Baptiste Grange FRA 2:18,78


5. Didier Cuche SUI 2:18,92


6. Davide Simoncelli ITA 2:19,15


7. Hannes Reichelt AUT 2:19,17


8. Marcus Sandell FIN 2:19,20


9. Manfred Mölgg ITA 2:19,24


10. Rainer Schönfelder AUT 2:19,28


. Didier Defago SUI 2:19,28

Bode Miller schießt scharf gegen FIS

Sölden - Gesamt-Weltcup-Sieger Bode Miller hat sich im Rahmen eines Medientermins seiner Skifirma Head beim Thema Sicherheit kein Blatt vor den Mund genommen und scharf in Richtung des internationalen Skiverbands (FIS) geschossen.

"Man kann reden soviel man will, es ändert sich nichts. Es würde sich nicht einmal etwas ändern, wenn einer von uns Athleten sterben würde. Dann würde eben einer weg sein und ein neuer kommen. Jeder ist austauschbar, auch die absoluten Spitzenfahrer. Die FIS würde es trotzdem weiterhin geben", meinte der 31-Jährige.

Laut Miller gab es seitens der Athleten den einen oder anderen inspirierenden Vorschlag zur Verbesserung der Sicherheitslage, "aber wir haben leider nur sehr geringe Erwartungen". Miller bekräftigte einmal mehr, dass er das Problem in den veralteten und verkrusteten Strukturen in der FIS-Spitze sieht. Miller entsprach mit seinen Aussagen übrigens genau dem am Donnerstagabend präsentierten Saison-Motto von Head, Miller, Hermann Maier und Co. seien nämlich die "Rebellen des Weltcups".

Aber auch sportlich scheint Miller bestens gerüstet für die WM-Saison zu sein. Die im Saisonfinish zugezogene Verletzung an der rechten Hand in ausgeheilt. Der Amerikaner ist so wie im vergangenen Winter als unabhängiges Ein-Mann-Team unterwegs. Durch den Weltcup tourt das "Team America" mit drei Trucks - Wohnung und Kraftkammer inklusive.

Miller, der in seine dritte Saison als Head-Fahrer geht, hat im Sommer Krafttraining und sehr viel Skitraining absolviert, u.a. in seiner Heimat New Hampshire, Aspen, Neuseeland (u.a. gemeinsam mit dem ÖSV-Team) und Österreich.

Die Ziele liegen als Gesamt-Weltcup-Titelverteidiger und mit einer WM-Saison vor sich auf der Hand. Doch Miller möchte in diesem Winter auch im Slalom wieder ganz vorne mitmischen. "Der Gesamtsieg in Slalom und Abfahrt sind Ziele", meinte Miller, der mit Rainer Schönfelder und Markus Larsson zwei neue Slalom-Spitzenathleten im Head-Team hat.

Ein Gerücht wollte Miller vor Saisonstart noch vom Tisch wischen. Die Thesen, wonach Miller seit längerem auf Alkohol und Partys verzichte, stimmen nämlich nicht. "Ich mache, was ich will. Und wenn ich Party machen will, dann mache ich Party."

Noch mehr Informationen finden Sie im Skiweltcup-Forum

Die Rückkehr der „Maschine“ Svindal

Am Sonntag kehrt der 25-Jährige Aksel Lund Svindal in den Weltcup zurück. Und sein Ziel ist klar: "Ich möchte meine alte Form zurückgewinnen", sagt er. Dass er diese bereits in Sölden unter Beweis stellt, glauben zumindest seine Konkurrenten, für die Svindal Aspirant Nummer eins für den Gewinn des Gesamtweltcups ist.

"Ich schätze Svindal am stärksten von allen ein. Er ist der große Favorit für Sölden und für die gesamte Saison", meint Hermann Maier, selbst vierfacher Gesamt-Weltcup-Sieger und also auch Dominator im Ski-Zirkus.

Auch Gesamt Weltcupsieger Bode Miller erwartet ein starkes Comeback: „Sicher, er ist lange kein Rennen mehr gefahren, das könnte am Anfang vielleicht ein Problem sein. Aber ich gehe davon aus, dass er gleich wieder voll da sein wird. Er ist so groß, so stark, hat eine solide Technik.“

Benjamin Raich, der Svindal im Gesamtweltcup herausfordern will, glaubt ebenfalls an einen starken Norweger in diesem Winter. "Prinzipiell ist so etwas sehr schwer zu sagen. Aber Svindal ist ein genialer Skifahrer und er ist körperlich wieder fit. Deshalb rechne ich sehr stark mit ihm."

Auch für Hannes Reichelt ist der Norweger am Sonntag am Rettenbachferner "der absolute Topfavorit, weil ich weiß, dass er schon ziemlich stark in Form ist". Die direkten Vergleiche seien, meint der Salzburger, sehr aufschlussreich gewesen. "Da hat man gesehen, dass er auch körperlich wieder in guter Verfassung ist. Er ist schon wieder eine Maschine", sagt Reichelt.

Spricht man von der Maschine Svindal, dann ist sein knapp 1,90 Meter großer und rund 100 Kilogramm schwerer Körper gemeint. "Durch die Zwangspause habe ich erst so richtig realisiert, wie wichtig dieser Sport für mich ist", sagt Svindal.

Während seiner Verletzungspause hielt Svindal stets Kontakt zu den Kollegen, besuchte sogar Matthias Lanzinger nach dessen folgenschweren Sturz im Krankenhaus in Oslo. „Ich weiß, wie wichtig Unterstützung nach einer Verletzung ist“, versicherte Svindal.

Noch mehr Informationen finden Sie im Skiweltcup-Forum

Gesamtweltcup: Raich soll es richten

Nach Aksel Lund Svindal (2007) und Bode Miller (2008) soll 2009 der Sieger im alpinen Gesamtweltcup der Herren wieder aus Österreich kommen. Die ÖSV-Hoffnungen ruhen dabei einmal mehr auf den Schultern von Benjamin Raich, dem Gewinner der großen Kristallkugel 2006. "Der Sieg im Gesamtweltcup ist das große Ziel. Aber planbar ist so etwas nicht, das muss sich ergeben. Ich habe in der Vorbereitung versucht, die idealen Voraussetzungen dafür zu schaffen", meinte Raich vor dem Saisonstart am Sonntag mit dem Riesentorlauf in Sölden.

Als seine größten Konkurrenten im Kampf um den Gesamtweltcup stuft der Pitztaler Miller, Svindal, Didier Cuche und Daniel Albrecht ein, aber auch den einen oder anderen ÖSV-Kollegen. In der vergangenen Saison hatte Raich 111 Punkte hinter Miller Rang zwei im Gesamtweltcup belegt, auch im Rennen um die Disziplinenwertungen war der Atomic-Pilot ausnahmsweise leer ausgegangen.

Der Tatsache, dass Österreich den Gesamtweltcup zuletzt zweimal nicht gewonnen hat, kann Raich durchaus auch Positives abgewinnen. "Dadurch sieht man, wie schwer der Weltcup zu gewinnen ist. Und dadurch wird der Weltcup auch mehr wert", sagte der 30-Jährige, der bis dato 30 Weltcup-Siege auf dem Konto hat.

ÖSV-Musterschüler Raich hat kurioserweise in Sölden noch keinen einzigen Stockerlplatz erreicht. "Ich war schon einige Male knapp dran, geschafft habe ich es aber noch nie", weiß Raich, der in Sölden schon zweimal Vierter und einmal Fünfter war.

Noch mehr Informationen finden Sie im Skiweltcup-Forum

Marco Büchel will in Sölden punkten

In Sölden hat Marco Büchel in der Saison 1996/97 mit einem 21. Rang zwar seine allerersten Weltcuppunkte gewonnen, dennoch liegt ihm der Hang nicht allzusehr.

«Es ist eine technisch schwierige Strecke und mit jedem Jahr wird es noch schwieriger. Der Gletscher zieht sich mehr und mehr zurück, wodurch der Schlusssteil-Hang immer länger wird».

Gerade dort sieht Marco Büchel im Riesenslalom sein grösstes Problem. Er erklärt: «Im letzten Jahr stand ich in dieser Disziplin ziemlich im Schilf und wusste auch nicht wieso. Dieses Jahr bin ich technisch stärker und weiss auch, wo es im Riesenslalom immer noch happert, nämlich bei der Risikobereitschaft und dem Timing bei den Schwüngen», erklärt Büchel und präzisiert: «Ein optimaler Schwung braucht Geduld und Risiko. Im flachen Gelände schaffe ich dies, im Steilhang leider nicht.»

Für den sonntäglichen Riesenslalom und Weltcupauftakt hat sich der Balzner drei Ziele gesetzt. «Erstens ins Ziel kommen. Zweitens mich für den zweiten Lauf qualifizieren und drittens Punkte holen, und das in dieser Reihenfolge», lacht Büchel.

Die Erwartungen für Büchels erstes Rennen sind wie erwähnt nicht sonderlich gross. Trotzdem lässt er es sich jedes Jahr nicht nehmen, beim ersten Rennen der Saison dabei zu sein. «Es ist ein wettkampfmässiges Training und ich spüre in Sölden jeweils zum ersten Mal in der Saison das Kribbeln des Weltcups.» Büchel wird deshalb, wie er zugibt, auch etwas nervös sein, wenns am Sonntag am Start losgeht. Er stellt aber klar: «Es ist sicher nicht die gleiche Nervosität wie bei einer Abfahrt in Kitzbühel.»

Noch mehr Informationen finden Sie im Skiweltcup-Forum

Sölden ist mit „Sicherheit“ bereit

Der Tiroler Skiort Sölden ist für das Ski-Weltcup Opening am kommenden Wochenende bestens gerüstet. Die Piste präsentiert sich in perfektem Zustand und die Rennfahrer aus aller Welt haben den Weg auf den Gletscher bereits gefunden.

Am Wochenende werden also die Bilder aus Sölden wieder um die ganze Welt gehen. Und nach einem Jahr Pause wird der Weltcup-Auftakt heuer auch wieder in Deutschland zu sehen sein. Eine unbezahlbare Werbung nicht nur für Sölden.

In Sachen Sicherheit wollen Österreichs alpine Ski-Weltcup-Veranstaltungsorte weiterhin als Maßstab fungieren. Höchstes Niveau in diesem Bereich ist laut Rennleiter Rainer Gstrein auch bei den Auftakt-Riesentorläufen in Sölden garantiert.

"Bei den Weltcup-Rennen in Österreich ist stets der höchste Sicherheitsstandard gewährleistet, das war schon immer so und wird auch heuer in Sölden wieder so sein. Für Sölden ist ein super Sicherheitsplan ausgearbeitet worden", erklärte Gstrein.

Der Rettungshelikopter steht in Sölden - so wie zahlreiche Rettungsautos - im Zielareal direkt neben der Rennstrecke. Im Fall der Fälle wäre der Hubschrauber in spätestens 20 Flugminuten in einem der Verletzung adäquaten Spital. Das Organisationskomitee in Sölden stellt zudem drei Rennärzte zur Verfügung, hinzu kommen die ohnehin anwesenden Mannschaftsärzte der Teams.

Noch mehr Informationen finden Sie im Skiweltcup-Forum

Lanzinger: "Auf die Läufer hört scheinbar keiner"

Auszug aus einem Interview der „Kleinen Zeitung Graz“ mit Matthias Lanzinger, geführt von Michael Schuen.

Das Schicksal von Matthias Lanzinger bewegte Österreich. Nur vom Internationalen Schi-Verband hat Lanzinger bis heute wenig gehört.

Herr Lanzinger, in einer Woche geht der Schi-Weltcup in Sölden los. Werden Sie live dabei sein und sich die Rennen vor Ort ansehen?
MATTHIAS LANZINGER: Ja, ich werde dabei sein. Nicht zuletzt, weil ich in der neuen Weltcup-Saison für den ORF in "Sport am Sonntag" die Rennen analysieren werde.

Marlies Schild hatte im Training einen Sturz mit einer ähnlichen Verletzung...
LANZINGER: Ich kann mit ihr mitfühlen. Sie war Favoritin für diesen Winter, war sehr gut drauf. Ich bin mit ihr in der Schule in der gleichen Klasse gesessen, kenne sie sehr gut. Und ich weiß auch, was sie schon durchgemacht hat, sie hatte so viele Verletzungen. Aber wir wissen alle, dass der Schisport gefährlich ist.

Benni Raich sagte zuletzt, dass er FIS-Renndirektor Günter Hujara schon vor zwei Jahren darauf aufmerksam gemacht hat, dass die neuen Regeln - breitere Schi, dafür weniger Standhöhe - der falsche Weg sind, weil es noch gefährlicher wird. Was sagen Sie?
LANZINGER: Benni hat absolut Recht. Wir haben schon im Training gesehen, dass es einige ganz blöde Stürze und viele Unfälle gegeben hat. Aber ich weiß nicht, wer bei der FIS in den Gremien sitzt, die das entscheiden - also kann ich nicht sagen, ob sie sich auskennen. Sie werden sich was gedacht haben, aber auf die Läufer hört scheinbar keiner.

Zu Ihrem Unfall - haben Sie das Gefühl, dass sich im Schisport danach etwas geändert hat?
LANZINGER: Sagen wir so: Es hat mich schon verwundert, dass in den FIS-Regeln nicht vorgesehen war, dass ein Rettungshubschrauber vor Ort sein muss - und nicht nur irgendein ein Hubschrauber. Aber auch diese Regeln müssen Gremien und Ärzte erstellen.

Hat sich in der Zwischenzeit eigentlich jemand von der FIS bei Ihnen gemeldet?
LANZINGER: Nein, gerührt hat sich niemand. Weder Günter Hujara oder Präsident Gianfranco Kasper. Ich habe nur von Werner Wörndle, der jetzt statt Peter Schröcksnadel im Exekutiv-Komitee sitzt, einen Brief bekommen, in dem er mir zu meiner Einstellung gratuliert hat. Aber sonst hat niemand mir mit gesprochen.

In Sölden werden Sie Günter Hujara sicher begegnen. Haben Sie eine Vorstellung, was dann passiert?
LANZINGER: Ich werde ihn nicht suchen, aber es ist gut möglich, dass wir uns über den Weg laufen, ja. Wenn ich ihn treffe, werde' ich ihm die Hand geben. Ich bin ihm ja nicht böse, wir sind erwachsene Männer. Und ich erwarte auch nicht, dass er sich für irgendetwas entschuldigt. Er muss ja auch an seine Position denken.

Was darf man von Aksel Lund Svindal nach seinem Sturz und einem Jahr Pause erwarten?
LANZINGER: Er wird sicher ganz stark. Aber nach so einem Unfall stellt sich die Frage, ob er schon die Substanz für eine ganze Saison hat. Körperlich ist er anscheinend gut drauf, in den ersten Rennen wird er gut dabei sein. Aber es bleibt abzuwarten, ob es für einen ganzen Winter reicht.

Noch mehr Informationen finden Sie im Skiweltcup-Forum

Grünes Licht für Weltcup-Auftakt in Sölden

Den Auftaktrennen des alpinen Skiweltcups in Sölden steht nichts im Weg. Vertreter des Internationalen Skiverbands FIS haben nach der offiziellen Schneekontrolle grünes Licht für die beiden Riesenslaloms vom übernächsten Wochenende zum Auftakt des alpinen Ski-Weltcups 2008/09 in Sölden gegeben.

Die Strecke am Rettenbachferner ist eine Woche vor den Rennen fast rennfertig und fertig präpariert. Laut Rennleiter Rainer Gstrein befinden sich derzeit durchgehend 30 bis 40 Zentimeter Natur- und Maschinenschnee auf dem Hang. Im Start- und Zielbereich wurden Maschinenschneedepots angelegt, um für einen eventuellen Warmwettereinbruch gerüstet zu sein.

Noch mehr Informationen finden Sie im Skiweltcup-Forum

WM-Saison für Palander vorbei

Palander plagten nach seiner Scheinbein-OP das gesamte Sommer-Training über Schmerzen. Auch nach Wochen Reha in Kroatien trat keine Besserung ein.

Als der fliegende Finne im Juli erstmals zum Geltschertraining in Saas Fee anreiste, hatte er immer noch starke Schmerzen. Palanders-Coach Christian Leitner: «Kalles Arzt in Finnlands sprach damals trotzdem von einem Fehlalarm. Wir könnten Vollgas weiter trainieren, das Knie wäre lediglich leicht entzündet.»

Doch als Kalle letzte Woche in Sölden die noch heftigeren Schmerzen beklagte, zog Leitner die Notbremse: «Bei seiner Anreise humpelte er wie ein schwerst Invalider und die Schmerzen waren derart gravierend, dass er kaum noch selber die Socken anziehen konnte. Da war für mich der Zeitpunkt gekommen, um das ganze von einem Top-Arzt in Österreich untersuchen zu lassen.» Leitner ging mit dem Sieger von 15 Weltcuprennen zum Salzburger Star-Arzt Arthur Trost, dieser stellte Pallander eine erschütternde Diagnose: die Entzündung im Knie frisst den Schienbeinknochen auf.

Nach Untersuchungen stand fest: Eine neuerliche OP ist unumgänglich. Eine Platte im Schienbein wurde durch einen 35-Zentimeter-Nagel ersetzt. "Wir haben die Platte entfernt und einen Nagel in den Knochen eingepflanzt", schildert Dr. Eero Hyvönen den Eingriff. Und zeigte sich zuversichtlich, dass Kalle zurückkommen wird.

"Alles ist soweit okay. Natürlich sind Schmerzen da, aber der Doktor hat gemeint, dass alles gut gelaufen ist", meint Palander in einem Video auf seiner Homepage.

Palanders Trainer Leitner mußte die schwere der Verletzung akzeptieren: «Damit ist diese Saison für Kalle gelaufen.» Hoffentlich nur diese Saison und nicht die ganze Karriere

Noch mehr Informationen finden Sie im Skiweltcup-Forum

Alois Vogl beendet Karriere

Planegg (dsv) Alois Vogl vom SC Zwiesel beendet seine Karriere als alpiner Skirennfahrer. Der 36-jährige Slalom-Spezialist begründet diesen Schritt mit einem zu großen Trainingsrückstand in Folge einer langjährigen Darmerkrankung.

Der 36-jährige Bundespolizist sieht keine Möglichkeit mehr, auf hohem Niveau in der Weltspitze zu fahren. „Ich hatte in den letzten Jahren mit den Folgen einer Darmerkrankung zu kämpfen und musste immer wieder pausieren. Eine Behandlung im Sommer dieses Jahres verlief zwar positiv und ich fühle mich fit. Aber um ganz vorne mitzufahren, ist der Trainingsrückstand einfach zu groß. Ein Start bei Weltcup-Rennen macht unter diesen Voraussetzungen keinen Sinn mehr. Ich habe deshalb den Entschluss gefasst, meine aktive Karriere als Skirennfahrer zu beenden.“

Alois Vogl wird auch nach Beendigung seiner Karriere als aktiver Skirennfahrer bei der Bundespolizei bleiben. „Darüber hinaus könnte ich mir vorstellen, dem alpinen Skisport in welcher Form auch immer treu zu bleiben."

Wolfgang Maier, Sportdirektor Alpin: „Wir bedauern den Rücktritt von Alois Vogl. Es ist schade, dass man Aktive mit einem solch hohen Leistungspotential durch langjährige Erkrankungen verliert. Alois wäre auch mit seinen 36 Jahren noch in der Lage gewesen, auf internationalem Niveau ganz vorne mitzufahren. Wir werden Alois Vogl im Rahmen der Weltcup-Rennen in Garmisch-Partenkirchen verabschieden.“

Noch mehr Informationen finden Sie im Skiweltcup-Forum

Hermann Maier glaubt an starkes Svindal-Comeback

Der viermalige Gesamtweltcupsieger Hermann Maier (Österreich) erwartet für die in drei Wochen beginnenden alpinen Ski-Saison ein erfolgreiches Comeback des lange verletzten Norwegers Aksel Lund Svindal.

«Ich schätze ihn am stärksten ein. Er ist der, der in meine Fußstapfen treten kann, was die Seriensiege betrifft. Er hatte sehr lange Zeit, sich vorzubereiten. Er brennt aufs Comeback», sagte Maier in Wien. Doppel-Weltmeister Svindal hatte sich vor knapp einem Jahr so schwer verletzt, dass er danach als amtierender Gesamtweltcupsieger fast die gesamte Saison ausgefallen war.

Nicht nur Svindal bereitet sich intensiv auf die neue Saison vor, auch der «Herminator» trainierte fleißig, um im WM-Winter vorne mitzumischen. «Die volle Konzentration gilt dem Super-G und der Abfahrt. Aber wenn ich eine gute Form habe, dann starte ich auch in Sölden im Riesentorlauf», sagte der 35-Jährige mit Blick auf die traditionellen Gletscherrennen am 25. und 26. Oktober im österreichischen Sölden.

«Ich habe viel Ausdauer und Kraft trainiert. Wenn ich mit den Jungen trainiere und sehe, dass ich noch gleich gut, vielleicht besser, bin, motiviert mich das natürlich», sagte der Doppel- Olympiasieger von 1998, der sich nicht festgelegt hat, ob die kommende Saison seine letzte sein wird. Bei den Weltmeisterschaften vom 3. bis zum 15. Februar 2009 im französischen Val d'Isère will Maier auf jeden Fall am Start sein.

Noch mehr Informationen finden Sie im Skiweltcup-Forum

Marc Berthod zwickt der Rücken

Der Winter naht, doch das schweizer Ski-Team plagen Verletzungssorgen. Shooting-Star Marc Berthod kämpft mit erheblichen Rückenschmerzen und muss im Training pausieren.

Dem zweifachen Adelboden-Sieger macht diese Blessur schon seit langem zu schaffen, nun zieht er einen Züricher Spezialisten heran, um für Sölden topfit zu werden.

Berthod gilt für den Auftakt-RTL am 26. Oktober neben Didier Cuche und Daniel Albrecht als einer der großen Hoffnungsträger im Lager der Eidgenossen.

Noch mehr Informationen finden Sie im Skiweltcup-Forum

Bildausfall im Hauptmarkt: Sölden droht Mattscheibe
Der Auftakt zum Ski-Weltcup - traditionell in Sölden (25./26. Oktober).
Schnee hätte man, das deutsche Fernsehen lockt das jedoch auch nicht an.

Über österreichische TV-Leitungen lockt Sölden mit dem Skiweltcup eine Million Fans vor die Bildschirme, die deutschen TV-Schirme bleiben womöglich auch heuer dunkel.

Besonders bedauerlich da 50 % der Skigäste aus Deutschland kommen und demzufolge sich der Webewert für den Veranstalter halbiert. „Das tut uns weh", gesteht Falkner, Geschäftsführer der Ötztaler Gletscherbahnen und Organisationschef des Ski-Weltcups am Rettenbachferner.

Nach aktuellem Stand werden die beide Riesentorläufe am 25. und 26. Oktober nicht per TV in den Ötztaler Hauptmarkt transportiert.

Noch im vergangenen Jahr hieß es seitens des ZDF, „die hohen Produktionskosten und das Wetter-Risiko" stünden in keinem Verhältnis zu den erwarteten Einschaltquoten. Diesmal ortet Falkner die Gründe in der abgekühlten Kommunikation: „Da ist im Vorjahr einiges falsch gelaufen, den guten Draht muss man erst wieder herstellen."

Die Mattscheibe konterkarieren Sölden-Zahlen vom heimischen Markt, wo Damen- und Herren-Rennen jeweils knapp eine Million Zuschauer vorweisen: „Wir sind nach Kitzbühel das zweitstärkste Renn-Wochenende bei den Österreichern."

Am abgesicherten Budget der Ötztaler (700.000 €) kann die deutsche Fernseh-Absenz jedoch ebenso wenig rütteln wie an der Schneesicherheit. „Die Kanonen laufen, wir müssen keine Angst haben." Ein Trostpflaster.

Noch mehr Informationen finden Sie im Skiweltcup-Forum

Weltcup-Comeback von Svindal

Vor elf Monaten wäre Superstar Aksel Lund Svindal (25) nach einem Horror-Crash beim Abfahrtstraining in Beaver Creek (USA) fast verblutet. Jetzt ist der norwegische Super-Elch wieder voll im Saft!

Norwegens Männerchef Marius Arnesen ist rund eine Woche vor dem Weltcupauftakt sehr zuversichtlich, was das beste Pferd in seinem Stall anbelangt: «In unseren Trainingscamps in Neuseeland und Chile fuhr er schon wieder fast so stark wie im letzten Jahr.» Und das will etwas heissen, denn: bis er sich nach dem Sturz in Beaver Creek schwere Gesichtsverletzungen und eine tiefe Schnittwunde am Gesäss zuzog, fuhr der Wikinger dem Rest der Welt nur so um die Ohren. Von den ersten drei Rennen der letzten Saison, gewann er zwei.

Doch danach folgte für Aksel die härteste Zeit seiner sportlichen Laufbahn: fünf Monate lang, musste er seinen lädierten Körper (15 Kilo Gewichtsverlust) fast täglich in der «Folterkammer» des norwegischen Olympiastützpunktes in Oslo quälen.

Darum freut sich der Norweger extrem, dass er nächste Woche in Sölden endlich wieder in viele bekannte Ski-Gesichter blicken darf. «Den regelmässigen Kontakt mit meinen Rennfahrerkollegen habe ich fast noch mehr vermisst, als die Rennen», erzählt Aksel.

Noch mehr Informationen finden Sie im Skiweltcup-Forum

 

 

BLICK ZURÜCK SAISON 2007/08:
Svindal gewinnt Riesenslalom in Sölden

Im ersten Durchgang durch einige schwere Fehler noch nicht am Podest, gibt Aksel Lund Svindal (NOR) im zweiten Lauf so richtig Gas und lässt die Gegner stehen. „Wenn ich früher solche Fehler wie im ersten Lauf gemacht hab, war ich kaum in den besten 30 – jetzt bin ich so 6. Ich wusste, für den zweiten Lauf ist noch etwas drin …“ . Er siegt mit 0,32 Sekunden Vorsprung auf den Halbzeitführenden Amerikaner Ligety und mit 0,39 Sekunden auf den Finnen Palander. „Leider Nein“ heißt es wieder für einen Podestplatz beim Heimrennen von Benjamin Raich. Mit 0,66 Sekunden Rückstand auf seinen Gesamtweltcuprivalen vom Vorjahr, muss er sich mit Platz 4 zufrieden geben. Platz 5 belegt nach einer grandiosen Aufholjagd Bode Miller (USA +1,06 Sek) – ganz wie wir ihn kennen: viel Geschwindigkeit, viel Risiko und trotz eines Riesenpatzers pfeilschnell! Nachdem Massimiliano Blardone erst die Brille verloren hatte und dann ausschied, bleibt es an Manfred Mölgg (ITA +1,16 Sek) hängen, mit Platz 6 die Ehre der Italiener zu retten. Auf Platz 7 der junge Franzose Thomas Fanara (+1,25 Sek) und dahinter auf Platz 8 Didier Cuche (SUI 1,31 Sek), der im Ziel wieder seinen Ski Salto schlagen ließ. Mit Alberto Schieppati (+1,60 Sek) als 9. bringen die Italiener noch einen Läufer unter die Top Ten und als 10. freut sich der junge Österreicher Matthias Lanzinger über sein bestes Riesentorlaufergebnis. Mit 3 Läufern unter den besten 15 bzw 7 unter den ersten 20 hofft die österreichische Mannschaft, endlich im Riesentorlauf auf steigende Tendenz. Was ist das Resumée dieses Saisonauftaktes? Nun, es wird in der neuen Saison anscheinend nicht viel Neues geben - DER Favorit auf den Gesamtweltcup ist der gleiche wie im Vorjahr: Aksel Lund Svindal aus Norwegen – der anscheinend noch mehr trainiert hat und in einer noch besseren Form ist. Die Verfolger sind zumindest im Riesentorlauf die üblichen Verdächtigen … aus erfreulich vielen unterschiedlichen Nationen!

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: C. Egger


1. Aksel Lund Svindal NOR 2:17,87


2. Ted Ligety USA 2:18,19


3. Kalle Palander FIN 2:18,26


4. Benjamin Raich AUT 2:18,53


5. Bode Miller USA 2:18,93


6. Manfred Mölgg ITA 2:19,03


7. Thomas Fanara FRA 2:19,12


8. Didier Cuche SUI 2:19,18


9. Alberto Schieppati ITA 2:19,47


10. Matthias Lanzinger AUT 2:19,52

BLICK ZURÜCK SAISON 2005/06:

Bode Miller siegt beim Weltcupauftakt in Sölden

Der Sölden-Sieger 2004 heißt wieder Bode Miller! Der US-Amerikaner wiederholt seinen Vorjahres-Triumph und gewinnt mit dem eindrucksvollen Vorsprung von 1,17 Sekunden vor dem Italiener Massimiliano Blardone und dem Drittplazierten Kalle Palander aus Finnland. Rang 4 sicherte sich der Franzose Joel Chenal vor dem besten ÖSV Läufer Hans Knauß, der trotz einiger Fehler Platz fünf belegt. Rainer Schönfelder fährt mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang von Platz 18 auf Rang sechs vor. Die weiteren Platzierungen in den Top 10: Thomas Grandi aus Kanada sicherte sich Platz 7 vor Frederik Nyberg aus Schweden und den beiden auf Rang 9 zeitgleichen Didier Cuche aus der Schweiz und dem Österreicher Andreas Schifferer. Der Flachauer Hermann Maier verbessert sich im zweiten Durchgang von Rang 19 auf Platz 14 und schob sich vor Trainings-Kollege Walchhofer der als 15. das Rennen beendete.

Der Blick zurück - Saison 2003/04
Bode Miller dominiert Weltcupauftakt in Sölden
ÖSV Team nicht auf dem Stockerl - aber 5 unter den ersten 9

Der US Amerikaner Bode Miller startet mit einer überragenden Vorstellung in die neue Weltcupsaison und wies beim Auftaktrennen Österreicher und Franzosen in die Schranken. Mit einem Vorsprung von 1,03 Sekunden gewann Miller den ersten Riesenslalom der Saison vor den beiden Franzosen Frederic Covili (FRA) und Joel Chenal (FRA). Den undankbaren vierten Platz sicherte sich überraschend der Italiener Arnold Rieder. Auf den Rängen 4 bis 9 folgten mit einer starken Teamleistung die Fahrer des ÖSV, Benjamin Raich, Heinz Schilchegger, Hans Knauß, Stephan Eberharter und Andreas Schifferer. Fredrik Nyberg (SWE) kompletedierte die Top 10 des Weltcupauftaktrennens. Für Hermann Maier (AUT) reichte es beim ersten Rennen "nur" für Rang 16. Maier nach dem Rennen: "Es fehlt mir noch die letzte Sicherheit, ich hab noch nicht alles riskiert. Sölden kommt noch zu früh für mich, in Amerika will ich dann voll dabei sein." Als bester Rennläufer des Team Swiss kam Tobias Grünenfelder (SUI) auf Rang 13 ein Platz vor seinem Teamkollegen Didier Cuche (SUI) ins Ziel. Ambrosi Hoffmann (SUI - 18.)und Marco Casanova (SUI -19.) sammelten Weltcuppunkte. Marco Büchel (LIE) und Christian Mayer (AUT) schieden im Finaldurchgang aus. Das gleiche Schicksal ereilte, jedoch bereits im 1. Durchgang die DSV Läufer Andreas Ertl und Felix Neureuther.


Platz 1: Bode Miller (USA)

Platz 2: Frederic Covili (FRA)

Platz 3: Joel Chenal (FRA)

Platz 4: Arnold Rieder (ITA)

Der Blick zurück - Saison 2002/03
Eberharter gewinnt 1. Riesenslalom der Saison

Der große Skistar des letzten Jahres Stephan Eberharter startet mit einem Sieg beim 1. Weltcup Riesenslalom der Saison in Sölden. Auf dem zweiten Rang folgt, mit einem Rückstand von 13 Hundertstelsekunden, der Riesenslalom Weltcupsieger des Vorjahres Frederic Covili aus Frankreich. Den dritten Platz auf dem Potest sicherte sich der Schweizer Michael von Grünigen ( Rückstand 73 Hundertstel Sekunden). Auf den Rängen 4 bis 6 folgen Kjetil-Andre Aamodt aus Norwegen, Bode Miller aus den USA und Fredrik Nyberg aus Schweden. Der einzige deutsche Starter Andreas Ertl könnte sich nicht für den 2. Durchgang qualifizieren.


Frederic Covili

Stephan Eberharter

von Grünigen

Der Blick zurück - Saison 2001/02
Covili (F) Überraschungssieger in Sölden

herrensoelden10.gif (17491 Byte)

Der Franzose Frederic Covili gewinnt den erste Riesenslalom der Saison beim Weltcup Auftakt in Sölden. Mit einem fehlerlosen zweiten Lauf setzte sich Covili an die Spitze. Auf Rang zwei folgt der Österreicher Stephan Eberharter vor den zeitgleichen drittplatzierten Michael von Grüningen (SUI) und Fredrik Nyberg (SWE). Der einzige deutsche Starter Alois Vogel verfehlte den zweiten Durchgang äußerst knapp. Er belegte nach dem ersten Durchgang Rang 32 ( Rückstand auf Platz 30 nur 5 Hunderstel Sekunden ) und durfte somit nicht mehr im Finaldurchgang antreten. Die Leistung von Alois Vogel, der mit Startnummer 53 ins Rennen ging, lässt jedoch auf weitere gute Leistungen in der Saison 2001/02 hoffen.

 

www.Liveticker.tv     

Sedo - Domains kaufen und verkaufen das Projekt skiweltcup.info steht zum Verkauf Besucherstatistiken von skiweltcup.info etracker® Web-Controlling statt Logfile-Analyse