Benjamin Raich rettete im
Riesentorlauf von Beaver Creek die Ehre der Österreicher – und wie!! Er
gewann den Riesentorlauf von Beaver Creek mit der zweitbesten Laufzeit
im Finaldurchgang. Der Hauch von nur einer Hundertstel Sekunde bringt
dem Tiroler nach fast einem Jahr den ersten Sieg vor dem
Halbzeitführenden Ted Ligety aus Amerika.
„Nach dem ersten Durchgang und 1.
Sekunde Rückstand war es natürlich sehr schwierig. Aber es kann
natürlich immer was passieren. Nachdem Ligety eine halbe Sekunde vorne
war bei der letzten Zwischenzeit hab ich mir gedacht es schaut nicht gut
aus für mich, das wird sich nicht mehr ausgehen. Ich hab voll gehen
lassen ich hab einfach echt probiert alles am Limit zu fahren und vor
allem im unteren Teil ist mir das im Gegenteil zum 1. Lauf sehr gut
gelungen.“
Ligety konnte somit sein Heimrennen
nicht für sich entscheiden. Er war im 2. Durchgang oft zu direkt auf dem
Weg und verspielte seinen eigentlich recht großen Vorsprung von 1,05
Sekunden auf den Österreicher.
Aksel Lund Svindal fuhr auf Rang 3
(+0,10 Sek) – man kann ihn mit den beiden Siegen in Abfahrt und Super G
und dem heutigen 3. Platz getrost „Mr. Beaver Creek 2008“ nennen. Der
Norweger nimmt 260 Weltcuppunkte aus Amerika mit nach Europa.
Platz 4 ging mit einem Rückstand von
0,15 Sekunden an Svindals Teamkollegen Kjetil Jansrud, der sich mit
Laufbestzeit im zweiten Durchgang von Platz 13 vorschob.
Fünfter wurde als bester Italiener
Davide Simoncelli (+0,31 Sek), der seinen im 1. Lauf noch besseren
Teamkollegen Massimiliano Blardone (12. +1,44 Sek) und Manfred Mölgg
(20. +2,49 Sek) weit hinter sich ließ.
Rang 6 und 7 belegten die Schweizer
Didier Cuche (+0,58 Sek) und Didier Defago (+0,75 Sek). Die Schweizer
Daniel Albrecht (Sieger des Riesentorlaufes von Sölden) und Marc Berthod
schieden im 2. Lauf aus.
Platz 9 teilten sich Carlo Janka,
ebenfalls aus der Schweiz und Jean-Baptiste Grange aus Frankreich mit
1,21 Sekunden Rückstand. Grange bewies mit diesem Rennen, dass er nicht
nur im Slalom zu den besten Rennläufern zählt.
Bode Miller wurde seine riskante
Fahrweise wieder einmal zum Verhängnis, nach einigen bereits sehr
gefährlichen Situationen im oberen Teil, rutschte er im unteren,
steileren Teil der Strecke weg und konnte sich nicht mehr ins nächste
Tor retten.
Wenn die Österreicher Benjamin Raich
nicht hätten …
Erst auf Platz 14 landete der zweitbeste ÖSV-Läufer Romed Baumann (+1,90
Sek), 15. wurde Marcel Hirscher (+1,94 Sek) und 16. Stepahn Görgl (+2,16
Sek).
Neben Albrecht und Berthod schieden im
zweiten Lauf auch noch Sandell (FIN) und Gruber (AUT) so wie schon
erwähnt Bode Miller aus.
Der Amerikaner Ted Ligety kommt beim
1. Lauf des Riesentorlaufes von Beaver Creek am schnellsten in Fahrt und
führt das Feld mit einer Zeit von 1:11,31 an. Ligety erwischt dabei die
„gefährlichen“ Stellen des Laufes am besten und kann im Finish seinen
Vorsprung auf über eine halbe Sekunde ausbauen. „Ich bin sehr zufrieden,
das gestrige Super-G Resultat hat mir Selbstvertrauen gegeben und ich
mag so schnelle Riesentorläufe.“
Hinter dem führenden Amerikaner liegt
Didier Cuche aus der Schweiz mit 56 Hundertstel Rückstand auf Platz 2,
dicht gefolgt vom bisherigen „Beaver Creek Hero“ der letzten beiden Tage
Aksel Lund Svindal aus Norwegen, der nur 69 Hundertstel hinter dem
Führenden liegt.
Mit Daniel Albrecht auf Rang 4 droht
Ted Ligety schon der zweite starke Schweizer Verfolger. Ihm fehlen 8
Zehntel auf Platz 1. Auf Platz 5 reiht sich der Amerikaner Bode Miller
mit 9 Zehntel Rückstand ein. Er war bei einigen Toren zu spät dran,
konnte allerdings die Passage beim Golden Eagle fehlerfrei bewältigen.
Auf Rang 6 und 7 folgen mit etwas mehr
als einer Sekunde Rückstand auf Ligety die besten Italiener Massimiliano
Blardone (+1,01 Sek.) und Manfred Mölgg (+1,03 Sek.).
Erst auf Platz 8 reiht sich mit
Benjamin Raich (+1,05 Sek) der Beste Österreicher ein. „Da wo es
schneller geht, war ich von der Zeit her auch schneller. Bis zur letzten
Zwischenzeit war ich gut dabei. Unten war ich teilweise ein bisschen zu
früh dran - hab die Schwünge angedriftet. Das kostet Zeit.“
Didier Defago aus der Schweiz liegt
auf Rang 9 (+1,09 Sek.) und Davide Simoncelli aus Italien kommt mit dem
Rückstand von 1,10 Sekunden auf Rang 10.
Rennläufer aus dem DSV-Team waren
nicht am Start.
Ausgefallen sind: John Kucera (CAN),
Jimmy Cochran (USA) Matts Olson (SWE) Steve Missillier (FRA)und eine
Riege Österreicher: Hannes Reichelt, Mario Matt, Hermann Maier, Philipp
Schörghofer
Aus dem
Skiweltcup
Infopoint
Austria: M.
Riedler
Noch mehr Informationen
finden Sie im
Skiweltcup-Forum
Das letzte
Rennen - Riesenslalom der Herren - Saisonauftakt in Sölden
Sieg für Daniel Albrecht beim
Saisonauftakt der Herren in Sölden
Die Schweizer haben den
Weltcup-Saisonauftakt der Herren in Sölden dominiert. Daniel Albrecht
gewinnt den 1. Riesenslalom der Saison mit einer Gesamtzeit von 2:15,78
und verweist seinen Landsmann Didier Cuche um 0,14 Sekunden auf den 2.
Platz und war im Ziel sichtlich erleichtert: „Am Start war ich ziemlich
nervös, weil ich gehört habe, dass der Didier so weit vorne ist. Ich hab
mir gedacht: Ich muss das runterbringen".
Auch Didier Cuche zeigte sich
zufrieden mit dem 2. Rang. „Ich hätte nie gedacht, dass ich heute so
weit vorne lande. Beim Runterfahren fühlt man sich eigentlich nicht so
toll, weil es rattert, es schlägt und dann kommen so viele Kräfte in den
Kurven und man überlegt, ob man das durchhält bis ins Ziel“.
Albrecht realisierte seinen dritten
Weltcupsieg, nachdem er im Vorwinter in Beaver Creek den Riesenslalom
und die Kombination für sich entschieden hatte. In Sölden lagen die
bisherigen Schweizer Erfolge länger zurück. Der letzte Sieg datierte aus
der Saison 1996 (Steve Locher), den letzten Podestplatz hatte es 2002
(Michael von Grünigen) gegeben.
Als Dritter auf dem Podest steht der
Amerikaner Ted Ligety, der bereits 1,25 Sekunden hinter dem Schweizer
liegt. „Ich glaube ich fahre noch nicht so gut wie in der letzten Saison
zum selben Zeitpunkt. Ich bin sehr glücklich mit dem 3. Platz. Es sind
sehr viele Burschen, die sehr gut fahren, aber wir müssen uns die ganze
Saison anstrengen.“
Den undankbaren 4. Platz nimmt wieder
einmal der Österreicher Benjamin Raich ein, dem in Sölden weiterhin ein
Platz auf dem Siegerstockerl versagt bleibt. Ihm fehlen 1,30 Sekunden
auf den Sieger Albrecht. „Ich konnte den Ski nicht so richtig gehen
lassen, das war das Hauptproblem im Steilen und so gewinnt man einfach
nichts. Man muss einfach ans Limit gehen und grad am Anfang, beim ersten
Rennen hat man noch nicht so das Gefühl für den Rhythmus und das Limit
und das ist es, was mir heute abgegangen ist. Ich hatte noch nicht die
Sicherheit. Ich hab aber gesehen, dass ich bereits mithalten kann.“
Fünfter wird der Franzose Thomas
Fanara (+1,44), 6. Christoph Gruber +(1,47) 7.Romed Baumann (+1,56), der
über die interne österreichische Qualifikation ins Rennen kam und mehr
als zufrieden war: "Es war heute ein Super-Tag für mich. Ich habe das,
was ich mir vorgenommen habe, voll erreicht. Im Steilhang habe ich
vielleicht nicht alles riskiert, aber unten im Flachen habe ich ihn
brutal gehen lassen".
Der österreichische
Riesentorlaufeuropacupsieger der letzten Saison Philipp Schörghofer
(+1,57) kann sich von Rang 13. auf den 8. Platz verbessern. "Ich bin
sehr froh, dass der Saison-Auftakt so geklappt hat. Mein Ziel ist es,
nach dieser Saison unter den Top 15 zu sein".
Der Schweizer Carlo Janka (+1,58)
Sekunden belegte Platz 9 vor dem US-Amerikaner Bode Miller (+1,59) der
im Steilhang einen Platz auf dem Treppchen verschenkte und sich mit Rang
10 begnügen mußte.
Ein bemerkenswertes Comeback gab der
Norweger Aksel Lund Svindal. 334 Tage nach seinem schweren Sturz
bestritt er sein erstes Weltcuprennen, das er mit 1,76 Sekunden
Rückstand als Dreizehnter beendete. Zum drittplatzierten Ted Ligety
fehlte ihm indes nur eine halbe Sekunde.
Schweizer, Amerikaner, Österreicher
und ein Franzose machten die Plätze in den Top Ten unter sich aus. Die
besten Norweger waren Kjetil Jansrud als 11. und Aksel Lund Svindal wie
bereits erwähnt als 13. Die Italiener hatten ihre besten Läufer mit
Alberto Schiepatti auf Platz 14, Manfred Mölgg wurde 17. gefolgt von
Davide Simoncelli auf Rang 18. Von den Schweden kam nur Markus Larsson
als 23. in die Ergebnisliste.
Bereits in zwei Wochen steht für Damen
und Herren jeweils ein Slalom in Levi an.
Mit dem Riesentorlauf werden am
Sonntag die Nordamerika-Rennen abgeschlossen. Aus dem Ziel geht’s direkt
zum Flughafen nach Denver.
Freitagabend trafen Matt, Schörghofer
und Hirscher in Beaver Creek ein. Wie berichtet hat ÖSV-Herrenchef Toni
Giger die drei Riesentorläufer daheim im Sauerstoffzelt auf die
Höhenlage (knapp 3.000 Meter) vorbereiten lassen. Der Rückflug ist für
Sonntag geplant.
Ob Raich & Co. das
160-Kilometer-Rennen zum Denver Airport schaffen (Abflug nach Frankfurt
um 17.15 Uhr), ist fraglich: Der RTL wird gegen 13.45 zu Ende gehen,
danach folgen für die Top 3 Siegerehrung und Dopingkontrolle.
Hermann Maier lässt sich das Rennen an
seinem 36. Geburtstag nicht entgehen. Maier-Coach Evers verspricht eine
Steigerung gegenüber dem Sölden-Auftakt (nicht für Durchgang zwei
qualifiziert): „Weil ihm hoffentlich nichts mehr weh tut.“
Oft werden wir Maier in dieser
Disziplin nicht mehr sehen. Auch Marco Büchel (37) reicht’s: Der
Liechtensteiner kündigte an, am Sonntag seinen letzten RTL zu bestreiten
und macht die Skifans neugierig: „Schaut gut hin, ihr werdet was zu
lachen haben.“
Raich hingegen nimmt seine
Spezialdisziplin sehr ernst. Um Kräfte zu schonen, ließ er die Abfahrt
aus und trainierte mit seinem Bruder Florian Riesentorlauf. Für
ÖSV-Trainer Rainer Gstrein zählt der Tiroler am Sonntag zum engsten
Favoritenkreis – neben Vorjahrssieger Albrecht (SUI), Miller („Wenn ihm
nach dem Sturz nix mehr weh tut“), Matt („So das Höhen-Experiment
funktioniert“) und Svindal.
Gstrein blickt für Raich auf den
Gesamtweltcup: „Wenn alles halbwegs nach Plan läuft, ist Benni bis
Weihnachten unter den Top 3. Im Jänner gibt’s sechs Slaloms, einen
Riesentorlauf, zwei Kombis. Da kann sich alles zu seinen Gunsten
ändern.“
Viel Zeit zum Rechnen bleibt ohnehin
nicht. Am Mittwoch geht’s nach Val d’Isère, wo am Donnerstag die
Hangbefahrung auf der WM-Strecke 2009 auf dem Programm steht. Dann
folgen sechs Renndurchgänge an drei Tagen (Super-Kombi, RTL, Slalom).
Gut, dass Raich zu den Fittesten im Weltcup-Zirkus gehört.
BLICK
ZURÜCK SAISON 2007/08:
Albrecht gewinnt Riesenslalom von
Beaver Creek
Anderthalb Stunden nach dem Sieg von Martina Schild
im Super-G von Lake Louise (Ka) gewann Daniel Albrecht den Riesenslalom
von Beaver Creek (USA). Und dazu wurde Didier Cuche noch Dritter. Damit
haben die Schweizer nach nur 13 Weltcuprennen bereits vier Siege und
sieben Podestplätze auf ihrem Konto. Erstmals in seiner Karriere fuhr
der Österreicher Mario Matt als Zweitplazierter auf ein Riesentorlauf
Stockerl. Der Tiroler, nach dem 1. Durchgang auf Platz 10, musste sich
nur 5/100 Sekunden von Albrecht geschlagen geben der schon die
Super-Kombi am Donnerstag für sich entschieden hatte. Mit Hannes
Reichelt (7.), Benjamin Raich (8.) und Christoph Gruber (10.) kamen drei
weitere ÖSV-Starter in die Top Ten. Auf den Plätzen 13 - 15 landete mit
Mario Scheiber, Hermann Maier und Stephan Görgl ein weiteres ÖSV-Trio.
Cuche übernahm mit einem Punkt Vorsprung auf den verletzten Norweger
Aksel-Lund Svindal die Weltcup-Führung, Raich ist mit 25 Punkten
Rückstand hinter Albrecht Vierter.
BLICK
ZURÜCK SAISON 2005/06: Blardone gewinnt Riesenslalom in
Beaver Creek
Massimiliano Blardone heißt der Sieger des 1.
Riesenslaloms der Saison 2006/07. Der Italiener feiert, sechs Tage nach
seinem 27. Geburtstag, auf der Birds of Prey seinen insgesamt 3.
Weltcupsieg! Mit ihm auf dem Podest jubeln der Norweger Ajsek Lund
Svindal aus Norwegen und der Drittplazierte US Amerikaner Ted Ligerty,
die sich in einem wahren Hundertstel-Krimi um 4 bzw. um 7 Hundertstel
Sekunden geschlagen geben mußten. Der nach dem 1. Durchgang in Führung
liegende Bode Miller viel nach einem groben Fahrfehler auf Rang 12
zurück. Doch der Amerikaner sah es nicht so tragisch. "Mich hat schon
überrascht, dass ich im ersten Lauf Bestzeit hatte. Ich bin doch nur in
der Gegend herumgerutscht, hatte keinen Rhythmus", machte Miller klar,
dass mit ihm im Winter ganz stark zu rechnen sein wird. Besonders
erfreulich aus Schweizer Sicht ist der 4. Rang von Didier Cuche und
Platz 5 von Didier Defago zu verzeichnen. Beide haben mit ihren
Vorstellungen ein deutliches Signal ausgesandt, dass es im Männer-Team
von Swiss-Ski auch in der Sorgendisziplin Riesenslalom wieder aufwärts
gehen wird. Im vergangenen Winter war Cuches 9. Rang in Alta Badia die
einzige Schweizer Top-Ten-Klassierung geblieben. Große Enttäuschung im
Lager der Österreicher. Wie schon im Vorjahr setzt es im Riesenslalom
eine Pleite - als bester ÖSV-Läufer landete Rainer Schönfelder auf Rang
acht. Hermann Maier wurde unmittelbar vor Mitfavorit Benjamin Raich
Zehnter. Damit sind die ÖSV-Herren in allen fünf bisherigen
Nordamerika-Rennen sieglos. Die letzte Chance gibt es am Sonntag in
Beaver Creek mit dem Spezial-Slalom. Auch dort gilt Schönfelder, der
schon als Dritter bester Österreicher der Super-Kombi war, als eine der
großen ÖSV-Hoffnungen. "Schon wieder bester Österreicher. Wenn ich das
im Slalom auch bin, dann will ich aber endlich auch ganz vorne sein",
sagte der Kärntner. Felix Neureuther, der einzige Starter des Deutschen
Skiverbandes (DSV), belegte mit 2,31 Sekunden Rückstand auf Blardone
Platz 22.
1. Massimiliano Blardone ITA 2:27,88
2. Aksel Lund Svindal NOR 2:27,92
3. Ted Ligety USA 2:27,95
4. Didier Cuche SUI 2:28,46
5. Didier Defago SUI 2:28,65
6. Davide Simoncelli ITA 2:28,66
7. Kalle Palander FIN 2:28,76
BLICK ZURÜCK - Saison 2005/06: Bode Miller gewinnt Riesenslalom von
Beaver Creek
Bode Miller führte am heutigen Samstag einen
amerikanischen Riesentorlauftriumph an. Die Plätze 1, 2 und 4 gingen an
die Amerikaner. Nur der Finne Kalle Palander konnte auf Platz 3
dazwischenfunken. Auf Platz Eins Bode Miller (USA 2:34,56) vor Daron
Rahlves 2. (USA +0,49), Kalle Palander 3. (FIN +1,23), Eric Schlopy 4.
(+1,24), Aksel Lund Svindal 5. (NOR +1,43), Francois Bourque 6. (CAN
+1,94), Frederik Nyberg 7. (SWE +2,03), Hermann Maier 8. (AUT +2,14),
Davide Simoncelli 9. (ITA +2,21) und Rainer Schönfelder als 10. (AUT
+2,28). Bode Miller ist wieder da …. macht schwere Fehler und gewinnt
trotzdem. Bewundernswert auch die Leistung des Amerikaners Eric Schlopy,
der sich im ersten Lauf einen Knochen des Handgelenkes brach als er an
eine Torstange anschlug, trotzdem im zweiten Lauf startete und den
hervorragenden vierten Rang erreichte. Der 2. des heutigen Rennens, Daron
Rahlves, übernimmt mit seinen heutigen 80 Punkten die Führung im
Gesamtweltcup mit 285 Punkten vor Bode Miller mit 282 und Aksel Lund
Svindal mit 266 Punkten. Enttäuscht sind heute natürlich die Österreicher,
die sich ein weit besseres Ergebnis erwartet hatten. Fünf Österreicher
kamen nicht ins Ziel und die, die durchkamen fielen im zweiten Lauf
zurück. Der Finaldurchgang fand ohne Deutsche und Südtiroler Beteiligung
statt. Für den Partenkirchener Felix Neureuther reichte es nach dem
1. Lauf mit einem Rückstand von über 3 1/2 Sekunde nur für Rang 45. Der
Südtiroler Peter Fill schied im ersten Lauf aus, Manfred Mölgg wurde
disqualifiziert und Arnold Rieder als 33. sowie Alexander Ploner als 47.
verpaßten den Sprung in die besten 30.Morgen, Sonntag, findet in Beaver Creek noch ein Slalom statt.
Der
Blick zurück - Saison 2004/05
Oldie but Goldie: Lasse
Kjus siegt im Riesentorlauf von Beaver Creek
1.Platz: Lasse Kjus
2. Platz: Hermann Maier
Der norwegische
Routinier Lasse Kjus entscheidet den spannenden Riesentorlauf von Beaver
Creek in 2:29,82 für sich. Mit einem ruhigen, sicheren Lauf katapultiert
er sich vom 5. Platz nach dem ersten Lauf auf das oberste Treppchen des
Siegerpodests, wo neben ihm die beiden Österreicher Hermann Maier (+0,45)
als zweiter und Benjamin Raich (+0,64) als dritter stehen. Der Führende
nach dem ersten Lauf Christoph Gruber schied nach einigen Fehlern im
unteren Teil des zweiten Laufes aus. Auf Platz vier ist der zweite
Norweger Aksel Lund Svindal (+0,72) vor dem Super G-Sieger vom Donnerstag
Stephan Görgl (AUT +0,89). Die Plätze 6 bis 10 erreichten Erik Schlopy
(USA +1,01), Davide Simoncelli (ITA +1,38), Didier Defago (SUI +1,40),
Michael Walchhofer (AUT +1,43) und Marco Büchel (LIE +1,49). Im zweiten
Lauf sind Christoph Gruber (AUT) und Didier Cuche (SUI) ausgeschieden.
Kjus überraschte sich mit seinem Erfolg aber selbst: "Es war ein
super Tag für mich. Einfach unglaublich. Da ich schon krank hier her
gekommen bin, habe ich in der vergangenen Woche kaum fahren können. Im
Riesenslalom-Training war ich eh am konstantesten, hier ist es sehr gut
gegangen. Ich habe mich heute vom Start weg gut gefühlt und wollte
eigentlich nur gut runter kommen." Österreichs bekanntester
"SCHUHPRÜFER" Hermann Maier meinte nach dem Rennen: "Ich
habe mich langsam ans Limit getastet. Beim jetzigen Schuh liegen die
Qualitäten auf den technischen Disziplinen. Im oberen Teil hab ich den
Sieg hergeschenkt. Ich habe im Ziel nicht damit gerechnet, dass ich in
Führung liege. Für mich ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen,
wertvoller als ein Sieg in Abfahrt oder Super G. In Europa muss ich mich
entscheiden, welcher Schuh sinnvoller ist." Morgen folgt bei der
"Mini-WM" (Rennen in allen vier Disziplinen an 4 Tagen
hintereinander) von Beaver Creek noch der Slalom.
Die Plätze 1 bis 10 verteilten
sich wie folgt: 1. Lasse Kjus (NOR) 2:29,82. 2. Hermann Maier (AUT) 0,45
zurück. 3. Benjamin Raich (AUT) 0,64. 4. Aksel Lund Svindal (NOR) 0,72.
5. Stephan Görgl (AUT) 0,89. 6. Erik Schlopy (USA) 1,01. 7. Davide
Simoncelli (ITA) 1,38. 8. Didier Défago (SUI) 1,40. 9. Michael Walchhofer
(AUT) 1,43. 10. Marco Büchel (LIE) 1,49.
3. Platz: Benjamin Raich
4. Platz: Aksel Lund Svindal
5. Platz: Stephan Görgl
6. Platz: Erik Schlopy
Aus dem Skiweltcup
Infopoint Austria: M.Riedler
Der
Blick zurück - Saison 2003/04
RIESENSLALOM JEDOCH IN PARK CITY
Bode Miller
nicht zu schlagen
Knauss kann Führung nicht halten
Platz 1: Bode Miller
Platz 2: Andreas Schifferer
Das zweite
Duell Bode Miller gegen Österreich hat der US-Amerikaner erneut für sich
entschieden. Mit einem sensationellen zweiten Lauf fuhr der nach dem
ersten Durchgang an zweiter Stelle gelegene Miller mit einer Gesamtzeit
von 2.20,84 Minuten zu seinem zweiten Saisonsieg. "Das war eine tolle
zweite Fahrt. Ich habe mich auch wirklich gut gefühlt, bin aggressiv in
den zweiten Lauf und es hat geklappt", feierte der US-Boy seinen
ersten Sieg in Park City. Der Österreicher Hansi Knauss, der nach Lauf
eins noch in Front gelegen war, musste sich am Ende mit einer Sekunde
Rückstand auf Miller mit dem dritten Platz begnügen. Zweiter wurde
Knauss' Landsmann Andreas Schifferer, der mit einer tollen Leistung von
Rang acht nach vorne fuhr und sich letztlich 86 Hunderstel hinter Miller
platzierte. Vierter wurde der Franzose Frederik Covili, fünfter der Finne
Kalle Palander. Hermann Maier belegte trotz hoher Startnummer und
angebrochener Rippe am Ende den siebten Platz.
Die beiden deutschen Starter Andreas Ertl (43.) und Felix Neureuther (45.)
verpassten den zweiten Durchgang.
Platz 3: Hansi Knauss
Platz 4: Frederik Covili
Der
Blick zurück - Saison 2002/03
RIESENSLALOM JEDOCH IN PARK CITY
Von Grünigen gewinnt
Riesenslalom in Park City
Michael von
Grünigen meldete sich mit einem Sieg beim Riesenslalom von Park
City (USA) eindrucksvoll in der Weltspitze zurück. Der Schweizer
rettete mit der nur zehntbesten Zeit im 2.Durchgang einen Vorsprung
von 28. Hundertstel Sekunden vor dem Österreicher Christian Mayer,
der nach dem 1.Lauf noch auf Platz 9 lag, ins Ziel. Rang 3 sicherte
sich Benjamin Raich aus Österreich vor dem Italiener Massimiliano
Blardone der sich mit dem undankbaren 4. Platz begnügen musste. Auf
den Rängen 5 bis 10 folgen, Erik Schlopy (USA) der mit Startnummer
41 ins Rennen ging, Fredrik Nyberg (SWE), Didier Cuche (SUI), Stefan
Eberharter (AUT) der mit einem von Fehler gespickten Lauf vom ersten
Platz auf Rang 8 zurückfiel, Frederic Covili (FRA) und Hans Knauss
(AUT). Der einzige deutsche Läufer Andreas Ertl konnte sich nicht
für den Finallauf qualifizieren.
Ch. Mayer (AUT)
Von Grünigen (SUI)
Raich (AUT)
Der
Blick zurück - Saison 2001/02
Herren Riesenslalom
in Aspen abgesagt
Wie die FIS heute
bekannt gab ist der Riesenslalom der Herren, der am
Samstag in Aspen über die Bühne gehen sollte definitiv abgesagt.
Grund: Schneemangel