Svindal gewinnt
Abfahrt in Are –
Walchhofer holt
sich
Abfahrtskugel
Aksel Lund Svindal hat die Abfahrt in
Are in einer Zeit von 1:22.26 für sich entschieden und damit die Führung
im Gesamtweltcup übernommen. Der Norweger gewann die letzte
Saisonabfahrt beim Weltcupfinale vor dem Schweizer Didier Cuche (+0,20)
und dem Schweden Hans Olsson (+0,36)
"Ich wollte nichts Besonders machen,
sondern nur gut fahren und das ist mir gut gelungen. Jetzt ist auch im
Super-G einiges möglich", zeigte sich Svindal zuversichtlich. „Ich
hoffe, dass die Entscheidung um den Gesamtweltcup beim Riesenslalom am
Freitag fällt. Wenn die Spannung bis zum Slalom bleiben würde, dann
schaut es nicht gut aus für mich.“
Mit seinem heutigen Sieg hat sich
Svindal im Gesamtweltcup etwas Luft verschafft. Benjamin Raich konnte,
anders als Ivica Kostelic der den Sprung in die Top 15 knapp verfehlte,
überraschend Punkten, mußte aber die Gesamtführung abgeben. Die Top vier
im Kampf um die große Kristallkugel liegen nun innerhalb von 92 Punkten.
Aksel Lund Svindal führt mit 72 Punkten vor Benjamin Raich, 86 Punkten
vor Didier Cuche und 92 Punkten vor Ivca Kostelic.
"Ich habe schon vorher gesagt, dass
Aksel der große Favorit ist. Heute hat er es unter Beweis gestellt",
sagte der Tiroler. Vorentscheidung ist noch keine Gefallen, aber er
steht jetzt sehr gut da. Ich muss meine Rennen fahren und dann
weitersehen, heute ist mir das ganz gut gelungen.
Der Abfahrtsweltcup der Herren
sicherte sich zum dritten Mal nach 2005 und 2006, trotz eines Ausfall,
der Österreicher Michael Walchhofer Da sein ÖSV-Teamkollege Klaus Kröll
als bester Österreicher nur Rang 9 belegte, war der Salzburger schon vor
seiner Fahrt als Gewinner der kleinen Kristallkugel festgestanden.
Walchhofer war nach einem Fahrfehler
mit voller Wucht gegen ein Tor geprallt und konnte einen Sturz nur mit
Mühe verhindern. "Es geht mir gut, nur das Schienbein spüre ich noch ein
wenig. Aber es hat spektakulärer ausgesehen, als es wirklich war. Ich
habe volles Risiko genommen und einen Schlag erwischt, dann konnte ich
nicht mehr reagieren. Gott sei dank habe ich dann aber noch genügend
Körperspannung aufgebaut und einen Sturz vermieden", kommentierte der
33-Jährige sein Missgeschick. „Irgendwie ist das Are für mich wie
verhext, bei der WM habe ich ja mit der Hand eingefädelt. Ich hab dem
Günther Hujara auch schon gesagt: Are braucht er nächstes Jahr nicht ins
Programm nehmen.“
Aus Sicht der Schweizer fuhr Ambrosi
Hoffmann auf den ansprechenden achten Rang, der zweifache Saisonsieger
Didier Défago wurde Zehnter. Carlo Janka (21.) und Silvan Zurbriggen
(24.) gingen leer aus.
Das letzte
Rennen - Abfahrt der Herren in Kvitfjell
Osborne Paradies
gewinnt Abfahrt
in Kvitfjell
Mit einer Überraschung endete die
Freitagsabfahrt im finnischen Kvitfjell (Ersatzrennen für Garmisch
Partenkirchen). Es gewann der 25-jährige Kanadier Manuel
Osborne-Paradies in einer Zeit von 1:47,09 vor dem österreichischen
Abfahrtsweltcupführenden Michael Walchhofer (+0,31) und dem Norweger
Aksel Lund Svindal (+0,37).
Für Osborne-Paradis war es bei der
nachgeholten Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen auf der Olympiastrecke
von 1994 der erste Weltcupsieg seiner Karriere überhaupt. Sein bestes
Ergebnis in diesem Winter war zuvor der dritte Platz bei der Abfahrt in
Gröden.
"Ich wollte heuer unbedingt auf das
Podest. Jetzt feiere ich hier mit der Familie von Aksel und noch ein
paar Leuten aus der Region meinen ersten Sieg", sagte der 25-Jährige und
schmunzelte. Gemeint hatte er die paar Dutzend Zuschauer, die sich
eingefunden hatten, den nächsten Erfolg wünscht er sich dann aber schon
in "Kitzbühel oder Wengen" vor größerer Kulisse.
Der Slowene Andrej Jerman verpaßte das
Podest um 9 Hundertstel Sekunden und plazierte sich vor dem Kanadier
Robbie Dixon auf Rang 4.
Als bester Italiener konnte sich
Werner Hell über einen 6. Platz freuen. Sein Südtiroler Teamkollege
Peter Fill mußte sich hinter Abfahrtsweltmeister John Kucera aus Kanada
mit Rang 8 begnügen.
Bei diesiger Sicht und Nebel fanden
sich viele Abfahrtsaße am Ende im geschlagenen Feld. Weder die Schweizer
Didier Cuche und Didier Defago, sowohl auch der Österreicher Klaus Kröll
schafften den Sprung in die Top 10.
Stephan Keppler (Ebingen) landete mit
einem Rückstand von 2,10 Sekunden auf Platz 32 und konnte damit ebenso
keine Weltcuppunkte sammeln wie Peter Strodl auf Rang 42.
Walchhofer hält im Kampf um die
Abfahrtsweltcupkugel zwei Abfahrten vor dem Saisonende nun bei 390
Punkten, dahinter folgen Defago mit 313 und Kröll mit 295 Zählern. Bode
Miller hatte auf ein Antreten verzichtet und nahm sich damit selbst aus
dem Rennen um die kleine Kristallkugel.
Mit Platz 29 übernahm Benjamin Raich
immerhin gleichauf mit Ivica Kostelic (beide halten bei 837 Punkten) die
Führung im Gesamtweltcup. Mann des Tages im Kampf um die große Kugel war
jedoch Aksel Lund Svindal: Der Norweger hat nach Platz drei in der
Abfahrt von Kvitfjell nun nur noch 26 Punkte Rückstand auf das
Führungsduo.
"Viele Punkte sind es nicht geworden,
aber oft sind ein paar Punkte entscheidend", so Raich, der Cuche und
Svindal genau im Auge behält. "Sie sind im Speed-Bereich normalerweise
bei den Stärksten, und wir haben noch zwei Abfahrten und zwei Super-Gs."
Programm-Änderung in Are:
Damen-Abfahrt vor Herren
Nebel und starker Wind stoppte das
gestrige Training zur Männerabfahrt beim Weltcupfinale in Are (Swe) nach
14 Fahrern. Der Rest darf heute, um 8.15 Uhr, im Morgengrauen
«nachsitzen».
Durch die Verschiebung des
Herren-Abfahrts-Trainings auf Mittwoch (8:15 Uhr) tauschen Damen und
Herren die Startzeiten. Die Damen bestreiten ihre Abfahrt somit um 9:30
Uhr (statt wie geplant um 12:30 Uhr). Die Herren sind dann erst um 12:30
Uhr an der Reihe.
Bestzeit fuhr gestern der Italiener
Werner Heel. Didier Cuche (5.) verlor 1,04 Sekunden und der
Weltcup-Leader Michael Walchhofer (14.) 2,76. Nach Walchhofer wurde das
Training abgebrochen und Aksel Lund Svindal als nächster Fahrer nicht
mehr auf die Piste gelassen.
Witterungsmässig ist für heute
Besserung angesagt. «Es soll sogar der schönste Tag dieser Woche
werden», zitiert Büchel die schwedischen Wetterpropheten. Er muss auf
jeden Fall früh aufstehen. Um 6.45 Uhr ist Besichtigung. «Danach kann
ich nochmals ins Hotel, in aller Ruhe frühstücken und mich nochmals
hinlegen», ist Büchel erleichtert, dass er nicht «nachsitzen» muss wie
zahlreiche Abfahrtscracks.
Auch das zweite Training für die
Damen-Abfahrt beim Weltcup-Finale in Are wurde abgesagt.
Dichter Nebel und Wind im oberen Teil
machten einen Trainingslauf unmöglich. Die Damen absolvierten am Montag
bereits einen Trainingslauf, damit ist vom Reglement her die Abfahrt am
Mittwoch gesichert. Das Fragezeichen ist das Wetter.
BLICK
ZURÜCK Saison 2006/07 - WM-ABFAHRT IN ARE: Aksel Lund Svindal ist
Abfahrtsweltmeister 2007
Aksel Lund Svindal ist der „König der Abfahrer
2007“ und läßt ganz Norwegen erstmals in der WM-Geschichte über eine
Goldmedaille in der WM-Herren Abfahrt jubeln. "Ich war vielleicht nicht
einer der Top-Favoriten. Aber ich bin gut gefahren - und hatte auch ein
bisschen Glück. Ein guter Tag für Aksel und für Norwegen. Ich wollte
hier schon unbedingt eine Medaille, weil so viele Freunde und die
Familie da sind. Es ist einfach ein schönes Gefühl." Ging Svindal noch
als einer der Favoriten ins Rennen sind auf den weiteren Medaillenplätze
zwei Sensationen zu vermelden. Silber ging mit einem Rückstand von 0,72
Sekunden an den Kanadier Jan Hudec, Bronze sicherte sich der schwedische
Lokalmatador Patrick Järbyn (+0,97). "Ich habe vor elf Jahren meine
erste Medaille gemacht - es ist wie damals schwer zu fassen. Bronze in
der Abfahrt. Ich bin so unglaublich glücklich. Ich muss mich auch bei
meinem Servicemann bedanken. Ich hatte vielleicht vier, fünf Mal in
meinem Leben solche Ski wie heute, die sind unglaublich gut gegangen."
Der undankbare 4. Platz ging mit einem Rückstand von 2 Hundertstel
Sekunden auf den Podestplatz, an den Kanadier Erik Guay (+0,99) vor den
beiden Schweizern Ambrosi Hoffmann (+1,00) und Didier Cuche (+1,01) dem
wieder einmal 4 Hundertstel Sekunden für eine Medaillenrang fehlten.
Topfavorit und Titelverteidiger Bode Miller (1,21) mußte sich mit dem 7
Rang begnügen. Neben dem geschlagenen Miller war das ÖSV Abfahrtsteam
der große Verlierer des „Super Abfahrts Sunday“. Als bester Österreich
belegt bei der Königsdisziplin Mario Scheiber den 8. Platz. Hermann
Maier kommt über Rang 13 nicht hinaus. Michael Walchhofer wird 15.,
Fritz Strobl gar nur 21. So ein schlechte Ergebnisse in der
Herren-Abfahrten gab es erst zwei Mal - 1987 und 1993. Auch da war der
beste Österreicher auf Rang acht zu finden. Ebenso enttäuschten die
Fahrer des DSV. Keppler stürzte nach einem durchwachsenen Lauf im
Zielhang und sein Teamkollege Johannes Stehle konnte sich mit einem
Rückstand von 2,81 Sekunden nur auf dem 27. Rang plazieren.
1. Aksel Lund Svindal NOR 1:44,68
2. Jan Hudec CAN 1:45,40
3. Patrik Järbyn SWE 1:45,65
4. Erik Guay CAN 1:45,67
5. Ambrosi Hoffmann SUI 1:45,68
6. Didier Cuche SUI 1:45,69
7. Bode Miller USA 1:45,95
BLICK ZURÜCK: Saison 2005/06 -
Saisonfinale in Are - Die Abfahrt
Michael Walchhofer gewinnt Abfahrts
Weltcup 2006
Svindal gewinnt letzte Abfahrt
Michael Walchhofer sicherte sich mit Platz elf in der
letzten Abfahrt der Saison in Aare die kleine Kristallkugel und
wiederholte somit seinen Vorjahres-Triumph. Aksel Lund Svindal aus
Norwegen hatte beim Saisonfinale der alpinen Skirennläufer im schwedischen
Aare seine erste Weltcup-Abfahrt gewonnen. Er setzte sich in 1:42,40
Minuten vor dem Amerikaner Bode Miller und Peter Fill aus Italien durch.
Fritz Strobl wurde als bester Österreicher Vierter und landete im
Abfahrts-Weltcup auf Platz zwei. Hermann Maier belegt den enttäuschenden
14. Rang. Den Schweizern gelang zum Abschluss ein ansprechendes Ergebnis.
Didier Défago realisierte als Fünfter ebenso sein bestes Weltcup-Ergebnis
des gesamten Winters wie Didier Cuche als Achter. Und der Olympia-Dritte
Bruno Kernen belegte Platz 10, womit sich in der neunten Abfahrt der
Saison erst zum zweiten Mal drei Schweizer in den Top 10 klassierten.
Tobias Grünenfelder schied aus, nachdem er schon im oberen Abschnitt ein
Tor verpasst hatte. Die Abfahrt im Weltmeisterschafts-Ort von 2007 musste
wegen mehrerer schwerer Stürze oft unterbrochen werden. Olympia-Sieger
Antoine Deneriaz (FRA) stürzt schwer - blieb aber wie durch ein Wunder
unverletzt. Weniger Glück hatte hingegen Klaus Kröll. Der Steirer
überschlug sich bei einem Sturz nach einem Fahrfehler in einer Kurve
dreieinhalb Mal und musste mit dem Hubschrauber abtransportiert werden.
Die Top 10 Rennfahrer beim Weltcupfinale 2006 in Are: 1. Aksel Lund
Svindal (NOR) 1:42,40. 2. Bode Miller (USA) 0,20 zurück. 3. Peter Fill (ITA)
0,30. 4. Fritz Strobl (AUT) 0,48. 5. Didier Défago (SUI) 0,65. 6. Kjetil
André Aamodt (NOR) 0,66. 7. Daron Rahlves (USA) 0,97. 8. Didier Cuche (SUI)
1,02. 9. Yannick Bertrand (FRA) 1,18. 10. Bruno Kernen (SUI) 1,19.